Unfallpraevention und Unfallkostenreduktion durch Einsatz des Fahrdatenspeichers in betrieblichen Fuhrparks - Modellversuche und deren Ergebnisse

Der Unfalldatenspeicher (UDS) beziehungsweise Fahrdatenschreiber (FDS) wurde bereits in mehreren Feldversuchen und Pilotanwendungen erprobt. Bei allen diesen Projekten stand der betriebswirtschaftliche Untersuchungsansatz im Vordergrund mit dem Hauptziel, ueber die Reduzierung der Unfallzahlen eine Senkung der Fuhrparkkosten zu erreichen. Der nachgewiesene praeventive Effekt liegt in Fahrzeugflotten zwischen 18 und 30 Prozent. Ueber folgende Modellversuche wird im einzelnen berichtet: 1. UDS im EU-Grossversuch SAMOVAR / Drive project V 2007; 2. Polizei Berlin; 3. UDS-Einsatz beim Bundesgrenzschutz; 4. Oesterreichische Bundespolizei Wien; 5. Polizei Rotterdam; 6. Sicherheitsdienst WKD Security; 7. UDS-Einsatz in Reisebussen beim WBO Verband Baden-Wuerttembergischer Omnibusunternehmer. Nach den Ergebnissen dieser Studien liegen Ursache und Wirkung fuer das hohe unfallpraeventive Potenzial des UDS in der "Konfrontation" des Fahrers mit den aufgezeichneten Ereignissen im Rahmen des Fuhrparkmanagements. Der Erfolg spiegelt sich in einer bewussteren und vorsichtigeren Fahrweise wider. Verstaerkt wird die positive Wirkung immer dann, wenn auf nachgewiesenes mutwilliges Fehlverhalten disziplinarische Massnahmen der Fuhrparkleitung folgten. Bemerkenswert ist, dass nach Informationen ueber die Arbeitsweise des Geraetes die Berufskraftfahrer im UDS eher den fuer sie loyalen Unfallzeugen sahen und ihn nicht als Bedrohung betrachteten. Arbeitnehmervertreter wiesen sogar auf die Schutzfunktion fuer die Mitarbeiter gegenueber den Vorgesetzten hin. Siehe auch ITRD-Nummer D351363.

  • Authors:
    • BACH, H
  • Publication Date: 2002-12

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01191333
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 2:29PM