Die neuen EG-ArbeitszeitRL des Strassen- und Luftverkehrssektors. AN-Schutzrecht - ein Beitrag zur Verkehrssicherheit

Der Arbeitnehmerschutz kann durch die Festsetzung von Arbeitszeitobergrenzen einen bedeutenden Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Lange Zeit bestanden in den Verkehrssektoren keine europarechtlich vorgegebenen Arbeitszeitgrenzen. Lediglich die Lenker-Verordnung hat schon in den 1980er Jahren einzelne Aspekte der Arbeitszeit herausgegriffen und Lenk- und Ruhezeitgrenzen, insbesondere bei Lenkern von Lkw mit ueber 3,5 Tonnen beziehungsweise Pkw mit mehr als 9 Sitzen eingezogen. Die Novelle 2000/34/EG der generellen Arbeitszeit-Richtlinie und die neuen Sektoren-Richtlinien 1999/63/EG (Seeverkehr), 2000/79/EG (Luftverkehr) und 2002/15/EG (Strassenverkehr) haben nun auch die Arbeitszeiten in den bislang "europarechtsfreien" Bereichen begrenzt. Der vorliegende Beitrag untersucht die Bereiche Strassen- und Luftverkehr und zeigt auf, dass die oesterreichische Rechtslage den Vorgaben der Richtlinien noch nicht entspricht. Es liegt daher am oesterreichischen Gesetzgeber, bis zum 1. Dezember 2003 (Luftverkehrssektor) beziehungsweise bis zum 23. April 2005 (Strassenverkehrssektor) die erforderlichen Umsetzungsschritte selbst oder in Koordination mit den oesterreichischen Sozialpartnern zu setzen. Der Arbeitnehmerschutz kann durch die Festsetzung von Arbeitszeitobergrenzen gerade im Verkehr einen bedeutenden Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. (A)

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  • German

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  • Pagination: 317-23
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  • Accession Number: 01191251
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 2:28PM