Untersuchungen an einer Beobachtungsstrecke mit Niedrigtemperatur-Gussasphalt

Der Grenzwert fuer Bitumendaempfe und Aerosole beim Einbau von Asphalt liegt bei 10 mg/m3. Dieser Wert ist bei Gussasphalt (GA) mit deutlich hoeheren Asphalttemperaturen von etwa 250 Grad C beim Einbau nicht erreichbar. Der Grenzwert fuer Gussasphalt wurde zunaechst ausgesetzt, unter anderem mit dem Ziel, Schritte zur Emissionssenkung durchzufuehren. Die Emission von Kohlenwasserstoffen ist stark temperaturabhaengig. Bei abgesenkter Mischguttemperatur ist eine deutlich reduzierte Emission zu erwarten. Um aber die Verarbeitbarkeit sicherzustellen, muessen dem GA-Mischgut Wachse oder andere Additive zugesetzt werden. Die Auswirkungen auf das Praxisverhalten, zum Beispiel Standfestigkeit, Splitthaftung und Schichtenverbund, des so modifizierten Gussasphalts wurden bisher nur in Laborversuchen untersucht. Jetzt soll zur Abklaerung der Praxistauglichkeit und moeglicher Auswirkungen auf die Dauerhaftigkeit eines beim Einbau temperaturreduzierten Gussasphalts eine Versuchsstrecke angelegt werden.