Vergleich des auf europaeischer Ebene festgelegten Pruefverfahrens fuer die Bestimmung der Abreissfestigkeit der einzelnen Schichten fuer die Abdichtung von Betonfahrbahntafeln mit nationalen Regelungen und Schaffung eines Bewertungshintergrundes

Zurzeit wird in Deutschland im Rahmen der europaeischen Harmonisierung die Umstellung von deutschen Normen und technischen Pruefvorschriften auf europaeische Normen durchgefuehrt. Eine der davon betroffenen Pruefvorschriften sind die vom BMVBW im Bereich der obersten Strassenbauverwaltungen der Laender eingefuehrten "Technische Pruefvorschriften fuer Baustoffe zur Herstellung von Brueckenbelaegen auf Beton" (TP-BEL-B, Teil 1 bis 3). Im Rahmen dieser Untersuchung wird aus diesem Regelwerk die Untersuchungsmethode zur Bestimmung der Abreissfestigkeit behandelt. Diese Untersuchungsmethode soll in Zukunft ersetzt werden durch die harmonisierte Norm DIN EN 13596, die sich zur Zeit noch im Entwurfsstadium befindet, deren Beratung aber inzwischen soweit fortgeschritten ist, dass die endgueltige Herausgabe der neuen Norm unmittelbar bevorsteht. Sie weicht in einigen Punkten von der bisherigen Vorgehensweise ab. Es stellte sich deshalb die Frage, ob die in Zukunft ermittelten Ergebnisse mit den bisher ermittelten uebereinstimmen - und wenn nicht - wie die Ergebnisse dann zu bewerten sind. Es wurden aus der Zusammenstellung der geprueften Stoffe und Stoffsysteme insgesamt sechs Abdichtungssysteme ausgewaehlt und bezueglich dieser Eigenschaft nach der "alten" und nach der "neuen" Untersuchungsmethode getestet. Die Vergleichsuntersuchungen zeigen, dass die Ergebnisse, die mit den unterschiedlichen Untersuchungsmethoden gemessen werden, ueberwiegend gut uebereinstimmen, zum Teil treten jedoch auch erhebliche Unterschiede auf. Aufgrund dieser Ergebnisse kann das Anforderungsniveau fuer die Abreissfestigkeit nach ZTV-BEL-B ohne Abstriche bezueglich der Qualitaet des Schichtenverbundes eines Fahrbahnbelages aller drei Bauarten erhalten bleiben, wenn beim Typ 3 des Schichtenaufbaus, bei dem die Abreissfestigkeit des gesamten Schichtenaufbaus geprueft wird, das Bohren als Trennmethode fuer das Freilegen des Abreisskoerpers ausgeschlossen wird. Ein entsprechendes Anforderungsprofil fuer die Bewertung der Abreissfestigkeit nach DIN EN 13596 wurde erstellt. Es gilt fuer alle Bauarten nach ZTV-BEL-B, Teil 1 bis 3. Bei der Grundpruefung beziehungsweise einer eventuellen Guetepruefung sollten die Verbundfestigkeitsanforderungen zukuenftig als erfuellt angesehen werden, wenn die Abreissfestigkeit jedes Verbundkoerpers mindestens die Nennfestigkeit Sigma(N) fuer die betreffende Bauart und Verbundebene erreicht und der Mittelwert jeder Serie von drei Verbundkoerpern mit gleicher Bruchart und gleichem Trennfall die Serienfestigkeit Sigma(S) erreicht. (A) Abschlussbericht zum Forschungsprojekt 15.325/2000/ARB (ITRD-Nummer D707314) im Auftrag des Bundesministeriums fuer Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Berlin.

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    BUNDESANSTALT FUER MATERIALFORSCHUNG UND -PRUEFUNG - BAM

    UNTER DER EICHEN 87
    BERLIN,   DEUTSCHLAND BR  D-12203
  • Authors:
    • ALTKRUEGER, S
    • VATER, E -
    • MUELLER, R
    • MEWS, O
    • ROBECK, P
  • Publication Date: 2002

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 85+17S

Subject/Index Terms

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  • Accession Number: 01190844
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 2:20PM