Tunnelbau: Wirksamkeit chemischer und physikalischer Wasserbehandlungsverfahren zur Reduzierung der Versinterung von Draenagen

Draenierte Tunnelbauwerke stellen, im Gegensatz zu solchen mit einer vollstaendigen Abdichtung, eine unkompliziertere Konstruktion und in der Bauphase kostenguenstigere und mit geringerem Aufwand herzustellende Variante eines Abdichtungs- und Entwaesserungskonzeptes dar. Getruebt wurde eine solche positive Bilanz bislang jedoch immer durch aus Versinterungen entstehenden Folgekosten waehrend der veranschlagten Nutzungsdauer der Bauwerke. Seit einiger Zeit werden unter anderem gaengige Verfahren der Wasserbehandlung aus der Industrie fuer den Tunnelbau adaptiert, um somit ein Einsparungspotenzial bei den Wartungskosten zu erzielen. Zielsetzung des Forschungsvorhabens war die Pruefung von Wasserbehandlungsverfahren fuer die Draenagesysteme zukuenftiger und bestehender Tunnelbauwerke. Hierbei sollten moegliche Rahmenbedingungen fuer den wirtschaftlichen und oekologisch sinnvollen Einsatz von Konditionierungsmassnahmen aufgezeigt werden. Dazu wurden im Rahmen einer interdisziplinaeren Recherche geeignete Verfahren ausgewaehlt und hinsichtlich ihres Adaptionspotenzials fuer den Tunnelbau ueberprueft. Hierbei galt es, die verschiedenen Wirkungsprinzipien der Verfahren darzulegen.