Entwicklung und Pruefung eines verbesserten Untersuchungsverfahrens zur Bestimmung der Korngroessenverteilung im Feinkornbereich

Das neue Tauchwaegeverfahren zur Korngroessenanalyse feinkoerniger Boeden wurde mit dem Verfahren nach DIN 18123 (Araeometerverfahren) verglichen und auf seine Eignung als neue Pruefmethode untersucht. Die beiden Verfahren unterscheiden sich in der Messung der Suspensionsdichten. Durch umfangreiche Ringanalysen an vier verschiedenen Boeden wurde festgestellt: 1. Im Korngroessenbereich d=0,02 mm und d=0,002 mm sind keine systematischen Differenzen zwischen den Ergebnissen aus beiden Verfahren feststellbar; im Korngroessenbereich d=0,06 mm und d=0,02 mm unterschreiten aber die Analyseergebnisse des Araeometerverfahrens deutlich diejenigen des Tauchwaegeverfahrens, bei Schluffboeden um bis zu 5 Prozent. 2. Unter Vergleichbedingungen prueft das Tauchwaegeverfahren mit groesserer Praezision. 3. Unter Wiederholbedingungen liessen sich beim Verfahrensvergleich keine signifikanten Varianzunterschiede feststellen. 4. Das Tauchwaegeverfahren liefert fruehzeitig Hinweise auf Koagulationswirkungen und laesst auch Boeden mit Neigungen zur Koagulation mit gesteigerten Dosierungen an Dispergiermittel analysieren. Im Ergebnis ist festzustellen, dass das Tauchwaegeverfahren fuer die Korngroessenanalyse feinkoerniger Boeden und Bodenbestandteile geeignet ist und eine groessere Praezision als das Araeometerverfahren bietet.