Alte Menschen, Raum und Verkehr: Ist die "altengerechte" Stadt nutzungsgemischt?

Der Zusammenhang von Siedlungsstrukturen und Verkehr wird bisher vor allem unter dem Gesichtspunkt einer Reduzierung des Pkw-Verkehrs diskutiert beziehungsweise die Zersiedlung des Umlands als Motor der Verkehrszunahme angesehen. Die "Zwischenstadt" erscheint als oekologisches, kaum aber als soziales Problem. Die soziale Dimension dieser Strukturen duerfte jedoch zunehmend deutlich werden, wenn sich die Altersstruktur der Stadtregionen - die Alten im Kern, die Jungen im Umland - veraendert. Die Bevoelkerung der in den letzten Jahrzehnten errichteten Einfamilienhausgebiete wird aelter. Die mangelhafte Infrastruktur (Einzelhandel, aerztliche Versorgung, OEV-Angebot) wird spaetestens dann zur massiven Einschraenkung, wenn der private Pkw aus Altersgruenden nicht mehr gefahren werden kann. Stellt das Leitbild einer neuen Nutzungsmischung, das bisher eher mit der urbanen Lebendigkeit fuer junge Erwachsene verbunden ist, daher nicht gerade ein Leitbild fuer eine "aelter werdende Gesellschaft" dar. (A) Siehe auch ITRD-Nummer D347503.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01190090
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-8100-3124-0
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:48PM