Modellierung der individuellen Verhaltensvariationen bei der Verkehrsentstehung

Das Ausmass der Reaktion einer Person auf verkehrsplanerische Massnahmen oder auf exogene, das Verkehrsverhalten beeinflussende Prozesse haengt vom individuellen Reaktionspotenzial ab. Dieses laesst sich als Konglomerat aus Variationsindikatoren, zeitlicher Gebundenheit der Person und subjektiver Flexibilitaet interpretieren. Auf Grundlage des Deutschen Mobilitaetspanels, aus dessen Laengsschnitterhebungen in den alten Bundeslaendern Verkehrsverhaltensdaten von circa 1.200 Personen ueber 3 Folgewellen vorliegen, untersucht die Arbeit intrapersonelle Verhaltensreaktionen bezueglich der Wahl von Aktivitaeten, ihrer Zeitpunkte und Dauern sowie bezueglich der Verkehrsmittelwahl. Die Abweichungen von einem Referenztag mit Routineverhalten werden gemessen und mit dem Ausmass der Abweichung geeignete diskriminierende soziodemographische Variablen identifiziert. Daten der Zeitbudgeterhebung erlauben Rueckschluesse auf die zeitliche Gebundenheit der Person. Wie die Ergebnisse zeigen, weisen Vollzeitbeschaeftigte und Auszubildende ein geringes Reaktionspotenzial auf. Dabei spielen weitere Faktoren wie der Pkw-Besitz eine wichtige Rolle. Eine zeitliche Laengsschnittsimulation untersucht am Beispiel vollzeitberufstaetiger Personen, wie sich unterschiedliche Arbeitszeitdauern, die als Reaktion auf eine hypothetische Massnahme (zum Beispiel Arbeitszeitverkuerzung) aufgefasst werden koennen, auf mobilitaetsspezifische Kenngroessen auswirken. Die Simulation des Laengsschnittverhaltens kann als entsprechendes Verkehrsentstehungsmodul im Rahmen eines Verkehrsnachfragemodells verwendet werden.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189970
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:45PM