Hamburger U-Bahn deutlich leiser

Bei der Hamburger Hochbahn AG wird der U-Bahn-Fahrzeugpark durch modernere und geraeuschaermere Fahrzeuge ausgetauscht. Gleichzeitig werden auf dem oberirdischen Streckennetz 60 Prozent der Holzschwellen durch Betonschwellen ersetzt. Nach der Verkehrslaermschutzverordnung muessen bei einem Streckenneubau oder einer wesentlichen baulichen Aenderung Betonschwellen mit einem Geraeusch-Malus von 2 dB(A) belegt werden. Bei einem Schwellenaustausch handelt es sich aber nicht um eine wesentliche bauliche Veraenderung im Sinne der Verordnung. Trotzdem sollte geklaert werden, ob Betonschwellen die Emission des Schienenverkehrs erhoehen. Dazu wurden Messungen der Vorbeifahrtpegel eines neuen U-Bahn-Fahrzeugs an Beton- und Holzschwellen in 7,5 m Entfernung durchgefuehrt. Tatsaechlich zeigte sich, dass Betonschwellen nicht zu hoeheren Emissionen der neuen Fahrzeuge fuehren als Holzschwellen, sodass der Malus von 2 dB(A) fuer Betonschwellen nicht gerechtfertigt ist. Weitere Geraeuschmessungen an mehreren neuen U-Bahnen in 25 m Entfernung deuteten darauf hin, dass die Emissionen der neuen Hamburger U-Bahnen durch die derzeit gueltigen Regelwerke um bis zu 10 dB(A) ueberschaetzt werden.

  • Authors:
    • KRUEGER, F
    • Witte, G
  • Publication Date: 2001

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 20-6
  • Serial:
    • DER NAHVERKEHR
    • Volume: 19
    • Issue Number: 5
    • Publisher: ALBA PUBLIKATION, ALFRED VELOEKEN

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189920
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:45PM