Zu den strukturellen Ursachen regionaler Verkehrsentwicklungen: Ist die Verkehrsmisere "freier Wille" oder liegt es an den "Umstaenden"? (Teile 1 und 2)

Der Autor widerlegt in dem vorliegenden Artikel die geaeusserte Behauptung, dass die Verkehrsmittelwahl zum grossen Teil ausschliesslich auf freiwilliger Basis erfolgt. Nach seiner Hypothese beruht jede Verkehrsmittelwahl zwar auf einer individuellen Entscheidung, diese wird jedoch im erheblichen Masse von dem strukturellen Umfeld bestimmt, das heisst die individuellen Entscheidungen im Verkehr sind massgeblich sachstrukturell determiniert. Zur Bestaetigung seiner Hypothese wird die Simulation der Raum- und Verkehrsentwicklung vorgeschlagen, bei der einerseits externe Determinanten und andererseits Verhaltenskenngroessen variiert werden koennen. Ergebnis der Simulation ist, dass sich struktur- und verhaltensbedingte Veraenderungen nicht mathematisch genau differenzieren lassen. Es wird jedoch deutlich, dass mehr als die Haelfte der Verkehrsentwicklung strukturell bedingt ist, wobei ein erheblicher Teil der Verkehrszunahme auf induzierten Verkehr zurueckzufuehren ist, der durch die verkehrspolitische Foerderung des Individualverkehrs entsteht und somit sachstrukturell determiniert ist.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 3-8&39-44
  • Serial:
    • VERKEHR UND TECHNIK
    • Volume: 54
    • Issue Number: 1&2
    • Publisher: Firmware-Entwicklung, Lumino GmbH
    • ISSN: 0340-4536

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189889
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:44PM