Strassen und Baeume im Konfliktfeld zwischen Verkehrssicherheit und Landschaftsgestaltung - Beurteilung aus Sicht der Landschaftsgestaltung

Die Landschaftsgestaltung gehoert seit jeher zu einem festen Bestandteil der Strassen. Seitdem in der Unfallaufnahme das Merkmal "Aufprall auf Baeume neben der Fahrbahn" in die Verkehrsunfallanzeige 1995 aufgenommen worden ist, wurde allerdings auch deutlich, dass zu dicht am Fahrbahnrand stehende Baeume die Verkehrssicherheit erheblich beeintraechtigen koennen. Bei den erforderlichen Massnahmen zur Reduzierung der Zahl so genannter "Baumunfaelle" ist zwischen Strassen mit bestehenden Baeumen und der Gestaltung neuer Strassen zu unterscheiden. Bei bestehenden Strassen mit Baeumen ist aus Gruenden des Naturschutzes und der Landschaftspflege nicht vertretbar und durchsetzbar, Strassenbaeume, insbesondere alte und schutzwuerdige Baeume und Alleen, die die Mindestabstaende bestehender Regelwerke unterschreiten, zu beseitigen. Zur Erhoehung der Verkehrssicherheit kommen technische Massnahmen sowie Veraenderungen an der Strasse selbst in Betracht. Bei der Gestaltung neuer Strassen werden im Rahmen der Entwurfsplanung auch die erforderlichen Massnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege geplant. Bei der Verwendung von Baeumen sind die Aspekte der Verkehrssicherheit kuenftig staerker in den Planungsprozess einzubeziehen. Bei der Neupflanzung von Baeumen an Bundes- und Landesstrassen gelten grundsaetzlich die in den massgeblichen Regelwerken vorgegebenen Anforderungen.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189846
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:43PM