Sidesticks im Kraftfahrzeug - ein alternatives Bedienkonzept oder Spielerei?

Das dargestellte Sidestick-Bedienkonzept umfasst zwei rechts und links des Fahrers positionierte aktive Handstellteile, die sowohl der Beeinflussung der Fahrzeuglaengs- als auch -querdynamik dienen. Zur Entwicklung des Ergonomiekonzeptes kamen das Menschmodell RAMSIS und der Ergonomiepruefstand der DaimlerChrysler AG zum Einsatz. Die Beantwortung der systemergonomischen Fragen, die den wechselseitigen Informationsfluss zwischen Mensch und Fahrzeug betreffen, erfolgte mit Hilfe von Drive-by-wire Fahrzeugen, die mit programmierbaren aktiven Sidesticks ausgeruestet waren. Zur Ueberpruefung dieses alternativen Bedienkonzeptes wurde ein Fahrsimulatorversuch mit 17-jaehrigen Fahrneulingen in einer eigens dafuer aufgebauten Kabine durchgefuehrt. Eine Gruppe von 32 17-Jaehrigen lernte das Fahren mit Sidesticks, eine zweite, gleich grosse Stichprobe das Fahren mit Lenkrad und Pedalen. Die Ergebnisse zeigen bezueglich der laengsdynamischen Fahrguete eine deutliche Ueberlegenheit der aktiven Sidesticks gegenueber der herkoemmlichen Art der Fahrzeugfuehrung, die querdynamische Fahrguete ist vergleichbar. Das Fahren mit in beiden Richtungen isometrischen Stellteilen fuehrt gegenueber den aktiven Sidesticks zu niedrigerer Fahrguete, einer hoeheren Beanspruchung des Fahrers und folgerichtig zu einer schlechteren subjektiven Bewertung. Insgesamt belegt die beschriebene Untersuchung ein grosses Potenzial des Sidestick-Bedienkonzepts als Alternative zur herkoemmlichen Fahrzeugfuehrung mit Lenkrad und Pedalen. Siehe auch Gesamtaufnahme des Konferenzbandes, ITRD-Nummer D347446.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189767
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-89675-934-5
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:41PM