Neuere Erkenntnisse zur Beanspruchung und zum Widerstand von Stahlbauten bei Erdbeben

Im letzten Jahrzehnt wurden Los Angeles, USA, und Kobe, Japan von starken Nah-Herd-Erdbeben heimgesucht. Infolge stossartiger Erregungen versagten nicht nur Stahlbeton-, sondern auch Stahlbauten, die bisher gegen Erdbeben als widerstandsfaehig angesehen wurden. Bei beiden Erdbeben rissen konventionell entworfene Schweissanschluesse in Rahmenecken, und es traten Sproedbrueche in grossen, aus warmgewalzten und aus kaltgeformten Staehlen hergestellten Kastenstuetzen und in Kobe auch in grossen Gussstahlstuetzen auf. Durch Versuche mit Belastungen, die durch Traegheitskraefte erzeugt wurden, wurde die Bedeutung der Stahlqualitaet fuer das Verhalten deutlich. Auf der Basis von vielen Versuchen in beiden Laendern wurden Verbesserungen fuer die Ausnehmungen im Bereich der Rahmenecken vorgeschlagen. Kerbschlag- und Aufschweissbiegeversuche nach dem deutschen Stahl-Eisen-Pruefblatt (SEP) 1390 weisen auf den Mangel an Zaehigkeit an den Kanten der warmgewalzten I-Profile sogar unter Raumtemperatur hin. Nach Vervollkommnung von Erdbebenisolierungen werden heute in beiden Laendern erdbebenresistente Bauwerke errichtet. (A) Titel in Englisch: Recent progress of earthquake engineering in steel structures.

  • Authors:
    • Yamada, M
  • Publication Date: 2001

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 698-709
  • Serial:
    • Stahlbau
    • Volume: 70
    • Issue Number: 9
    • Publisher: Ernst (Wilhelm) and Sohn

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189751
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:41PM