Grundausbildung von Fahrern: gesehen aus dem Blickwinkel der Fahrlehrer

Der Beitrag besteht aus den beim Vortrag verwendeten Bildern und Folien. Im Jahr 1999 waren in Westeuropa in der Klasse ueber 8 Tonnen 26.000 Busse zugelassen. Die Mehrzahl der Busunfaelle in Deutschland wird durch Fehlverhalten des Fahrzeugfuehrers verursacht. Unangepasste Geschwindigkeit und das Fehlverhalten gegenueber Fussgaengern sind die Hauptursachen der toedlichen Unfaelle. Hauptursache fuer die Unfaelle mit Personenschaden sind unzureichende Fahrzeugabstaende. Die unterschiedlichen Getriebekonzepte der verschiedenen Busarten - Reisebus, Linienbus, Sonderbus - werden kurz beschrieben. Sie erfordern vom Fahrer jeweils ganz spezifische Kenntnisse ueber Fahreigenschaften, Bedienung, Beladung sowie Wartung und Pflege. Anschliessend wird ein Ueberblick ueber die theoretische und praktische Ausbildung der Omnisbusfahrer in Deutschland gegeben. Die Berufskraftfahrerausbildung fuer Busfahrer konnte in der EU bisher noch nicht vereinheitlicht werden und es ist nicht zu erwarten, dass es in absehbarer Zeit dazu kommen wird. Daher werden die Anforderungen an die Busfahrerausbildung zum Erwerb der Klasse D im Annex II zur zweiten EU-Fuehrerscheinrichtlinie neu beschrieben und um wesentliche Inhalte erweitert. Innerhalb der EU gibt es grosse Unterschiede in der Busfahrer-Ausbildung. Die im Annex II festgelegten Bestimmungen beziehen sich nur auf die Pruefung und wirken sich nur indirekt auf die Ausbildung aus. Die gegenseitige Anerkennung der Fuehrerscheine und die europaweite Nutzung der Fahrberechtigung machen EU-einheitliche Ausbildungs- und Pruefungsvorschriften unerlaesslich. Derzeit fuehren die erheblichen Abweichungen in den nationalen Ausbildungsvorschriften zu einem unerwuenschten und nicht akzeptablen Fuehrerscheintourismus. Um die Ausbildungszeit und die -kosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten, ist es nicht moeglich, alle Fahrer auf den verschiedenen Fahrzeugen fuer die unterschiedlichsten Anforderungen der Buspraxis auszubilden. Abschliessend werden Forderungen an den Gesetzgeber, an die Busausbildung/Busausbilder und an die Busunternehmer formuliert. Der Gesetzgeber sollte unter anderem die Fahrerlaubnisklasse D1 klar definieren und eine eindeutige Abgrenzung zur Klasse D vornehmen. Bei den Busausbildern sollte unter anderem eine weitere Spezialisierung erfolgen. Die Busunternehmer sollten eine betriebliche Fortbildung fuer alle Busfahrer einfuehren und eng mit den Fahrschulbetrieben zusammenarbeiten. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD-Nummer D346439. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189397
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 90-76408-09-02
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:34PM