Das Garagenprogramm/Park and Ride-Programm der Stadt Wien

Seit 1992 ist die Wiener Stadtbaudirektion fuer die Betreuung und Forcierung des gewerblichen Garagenbaus zustaendig. In Koordination mit den Fachdienststellen des Magistrates der Stadt Wien und der gewerblichen Wirtschaft wurden in den letzten zehn Jahren mehr als 28.250 gewerbliche Garagenstellplaetze sowie mehr als 4.420 Park and Ride-Stellplaetze realisiert. Insgesamt gibt es in Wien rund 140 gewerbliche Garagen mit rund 43.900 Stellplaetzen. Anfang 1995 wurde die Arbeitsgemeinschaft Kooperatives Parkraummanagement (ARGE KPM) gegruendet, der Fachleute des Magistrates, gewerbliche Garagenerrichter und -betreiber, Vertreter der Wirtschaftskammer und der Autofahrerklubs angehoeren. Ihre Aufgabe besteht darin, die Ziele der Stadtentwicklung und die Interessen der gewerblichen Garagenwirtschaft staerker in Einklang zu bringen. Das EDV-gesteuerte Garageninformationssystem "GARIS", das komplexe Bestandsdaten enthaelt, unterstuetzt die Taetigkeit der Arbeitsgemeinschaft. Im April 1999 veroeffentlichte die ARGE KPM den Garagenratgeber "Parken in Wien". Er enthaelt einen detaillierten Plan der gewerblichen Garagen und Park and Ride-Standorte samt den wesentlichen Benutzungsbedingungen. Durch die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung im innerstaedtischen Gebiet werden grosse Teile des Kfz-Berufspendlerverkehr in die Randbezirke verdraengt. In den Randbezirken mit hoher Wohnbevoelkerungsdichte ist daher den zum Teil hohen Stellplatzauslastungen mit dem Bau von Wohnsammelgaragen zu begegnen. Der Bau von 13 Garagen mit rund 3.600 Stellplaetzen ist vorgesehen. Die Realisierung von weiteren 2.000 Stellplaetzen steht in Diskussion. Auch weitere Park and Ride-Anlagen sollen errichtet werden. Derzeit stehen sechs Anlagen mit rund 4.420 Stellplaetzen zur Verfuegung. Weitere 6.000 Stellplaetze sollen an zusaetzlich fuenf Standorten geschaffen werden. Seit 1975 gibt es fuer den Bau von Garagen Foerderungsaktionen der Gemeinde Wien. Im Februar 1990 beschloss der Gemeinderat, die Foerderung in Form von Zuschuessen von maximal zehn auf 20 Prozent der Herstellungskosten von Hoch- und Tiefgaragen zu erhoehen und diese auf das dicht bebaute Gebiet zu beschraenken. Im Dezember 1999 wurden die Foerderungsbedingungen neuerlich modifiziert. Alternativ zum bisherigen 20-prozentigen Zuschuss kann nun ein Pauschalbetrag von 25.000 Schilling Foerderung pro Stellplatz gewaehrt werden. Zusaetzlich wurde im Juni 1999 ein Sonderprogramm zur Garagenfoerderung beschlossen. Es ermoeglicht eine spezielle Foerderung in Form eines zinsfreien Darlehens durch die Stadt Wien in der Hoehe der Gesamtherstellungskosten. Die Foerderungsbewerber muessen fuer Dauerparker eine monatliche Garagenmiete unter 1.000 Schilling auf zehn Jahre garantieren und bei der Vergabe vorrangig die Wohnbevoelkerung beruecksichtigen. Bisher wurden zwei solche "Volksgaragen" errichtet, eine befindet sich in Bau und weitere sieben sind bereits beschlossen. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 72-4
  • Monograph Title: Verkehrsmanagement bei den Wiener Linien
  • Serial:
    • AUFBAU - PERSPEKTIVEN
    • Issue Number: Sonderheft
    • Publisher: N. J. SCHMID VERLAG GES.M.B.H.
    • ISSN: 0004-7805

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189357
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:33PM