Salzburger Landesradverkehrsnetz

1991 wurde im oesterreichischen Bundesland Salzburg das Projekt "Regionales Landesradverkehrsnetz" gestartet. Der Ausbau des regionalen Radverkehrsnetzes ist ein wichtiger Bestandteil der Landesverkehrspolitik. Bis zum Jahr 2000 soll ein flaechendeckendes, 700 Kilometer langes Netz verwirklicht werden. Die Gemeinden der Bezirke Flachgau, Tennengau, Pongau und Pinzgau sollen durchgehend mit dem Rad befahrbar sein. Anschluesse sind nach Tirol und Bayern vorgesehen. Im Bezirk Lungau soll ein durchgehendes Radwegenetz entstehen, das ueber den Murradweg mit der Steiermark verbunden ist. Zwischen 1991 und 2000 wurden rund 190 Kilometer Radwege mit einem Kostenaufwand von rund 382 Millionen Schilling errichtet. Insgesamt umfasst das Radverkehrsnetz derzeit etwa 550 Kilometer. 330 Kilometer entfallen auf Gueterwege und wenig befahrene Strassenabschnitte, 220 Kilometer auf Radwege. Die Finanzierung erfolgt nach den 1994 in Kraft gesetzten Sonderrichtlinien fuer das Salzburger Landesradverkehrsnetz. Die Kosten teilen sich Bund, Land und Gemeinde. Die Sonderrichtlinien legen auch die technischen Standards fest. Fuer die Realisierung ist die Verkehrsplanungs-Fachabteilung 6/7 des Landes Salzburg verantwortlich. Sie hat die Routen und Prioritaetenreihung der Bauvorhaben vorzunehmen sowie die jaehrlichen Bauprogramme auszuarbeiten und zu koordinieren. Fuer die Beurteilung von Foerderansuchen und die Erstellung der jaehrlichen Bauprogramme wurde in der Fachabteilung 6/7 das Radverkehrsinformationssystem RADIS aufgebaut. Es ermoeglicht auch die digitale Darstellung des Radwegenetzes in Karten und Plaenen, was der raschen Information von Entscheidungstraegern, Buergern und Medien dient. Bei den alljaehrlich durchgefuehrten Visiten der Radverkehrsanlagen wurden immer mehr Probleme bei der Verkehrsregelung registriert. Gemeinsam mit den Strassenpolizeibehoerden des Landes und der Bezirke sowie mit der Strassenverwaltung wurden daher von der Verkehrsplanungs-Fachabteilung Richtlinien fuer die Beschilderung und Markierung entwickelt. Sie wurden im August 1999 fuer die verkehrstechnischen Sachverstaendigen und die Strassenpolizeibehoerden in Salzburg verbindlich erklaert. Zur Beschilderung von Radverkehrsanlagen kommen in Zukunft grundsaetzlich nur Kleinformate in Betracht. Es gelten zudem die Prinzipien, moeglichst wenig Tafeln und moeglichst wenig Farbe auf der Fahrbahn zu verwenden. Beispiele fuer die Beschilderung und Fahrbahnmarkierung sind abgebildet. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD-Nummer D346368. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01189116
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 3-7070-0044-3
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 1:28PM