Forschung auf dem Gebiet des Bauinstandsetzens - derzeitige Ansaetze und zukuenftige Aufgaben

Research in the field of repair - actual approaches and future needs

Die vorhandenen Methoden, Verfahren und Baustoffe zum Schutz und zur Instandsetzung von Betonbauten werden kontinuierlich weiterentwickelt. Der Beitrag stellt vor diesem Hintergrund einige der derzeit laufenden und geplanten Aktivitaeten exemplarisch vor und erlaeutert sie. Es ist mittlerweile unbestritten, dass der erste Schritt zu einer erfolgreichen Instandsetzung die Bestandsaufnahme ist, gefolgt von einer Schadensdiagnose und einer Prognose des weiteren Bauteil- beziehungsweise Bauwerksverhaltens. Bei grossen Flaechen, zum Beispiel Parkdecks, ist bei Chloridkorrosion eine flaechendeckende Bestandsaufnahme erforderlich. Dazu wird ein Prototyp des so genannten BETOSCAN-Systems entwickelt, mit dem mittels verschiedener Sensoren der Zustand der Betonbauteile aufgenommen und in Bezug auf die Notwendigkeit und Intensitaet von Instandsetzungen klassifiziert werden kann. Bisher versteht man die Mechanismen des Verbundes zwischen Altbeton und Betoninstandsetzungssystemen trotz umfangreicher bisheriger Forschungen noch nicht hinreichend. Aus diesem Grunde gibt es bisher nur grundsaetzliche Regeln fuer die Applikation von Betonersatz- oder Oberflaechenschutzsystemen. Um die Kenntnisse zu verbessern, sind weiterhin Grundlagenforschungen erforderlich, die auch auf die Nano-Ebene des Verbundes ausgedehnt werden muessen. Die CEN-Normen der Reihe EN 1504 enthalten alleine 43 Verfahren fuer den Schutz und die Instandsetzung von Beton. Zur Beurteilung der mit diesen Verfahren erzeugten Dauerhaftigkeit und deren Effektivitaet sind sowohl weitere Grundlagen- als auch Anwendungsforschungen notwendig. Wegen der Vielfalt der Verfahren und Materialien bewegen sich die Anforderungen an Schutz- und Instandsetzungssysteme in einer grossen Bandbreite. Dadurch besteht ein hohes Potenzial fuer die Entwicklung neuer Materialien mit verbesserten spezifischen Eigenschaften. Die Nanotechnologie scheint dabei eine Schluesselrolle zu spielen. Aktuelle Forschungen bei der Materialentwicklung beinhalten zum Beispiel den Selbstreinigungseffekt und die Moeglichkeiten zur Luftreinigung. Ein weiteres Gebiet der Weiterentwicklung betrifft die Qualitaetskontrolle, zum Beispiel die Bestimmung der Schichtdicke von fertigen Beschichtungen, da diese bisher nur im nassen Zustand oder durch Dokumentation des Materialverbrauchs bestimmt werden koennen. Ein entsprechendes Messgeraet wird derzeit entwickelt. Von entscheidender Bedeutung ist auch das Verhalten von neuen und instandgesetzten Betonkonstruktionen ueber die gesamte Lebens- beziehungsweise Nutzungsdauer. In Deutschland laufen zu diesem Thema eine ganze Reihe von Forschungen, die das Ziel haben, ein probabilistisches Verfahren zum Korrosionsfortschritt der Bewehrung zu erarbeiten. ABSTRACT IN ENGLISH: Repair and protection of concrete structures require special knowledge in different fields. During recent years extensive scientific research has been carried out to study the corrosion mechanisms (chloride induced corrosion, hydrogen embrittlement, etc.), but only limited systematic research has been conducted in the area of the effectiveness, durability and sustainability of materials and systems for repair and protection. Since the 1980s the main focus of research in the area of concrete repair have been special methods, mainly electrochemical methods to protect the reinforcement against corrosion like cathodic protection, electrochemical desalination, electrochemical realcalisation or the use of inhibitors. This paper deals with selected actual approaches, ideas and needs for future research in the area of repair and protection of concrete structures. (A)

Language

  • English

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  • Accession Number: 01148693
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jan 25 2010 8:32AM