Warum nehmen wir nicht wieder Wasserstoff?

Wasserstoff gilt einerseits als umweltfreundlich, wird jedoch andererseits aufgrund möglicher Risiken als idealer Ersatz für fossile Energieträger in Frage gestellt. Zum Aspekt der Risikoabwägung wird ein historisches Beispiel herangezogen, nämlich die Verwendung von Wasserstoff als Traggas für Zeppeline. Die Risiken dieser Luftschiffe schienen gegenüber den Vorteilen vernachlässigbar klein zu sein. Dennoch ist die Katastrophe des Luftschiffs LZ 129 „Hindenburg“ im historischen Gedächtnis verankert; danach kam es nur noch zum Bau eines weiteren Zeppelins für Erprobungszwecke. Eingegangen wird auf die Entwicklung der Luftschifftechnik, die verunglückte Landung der "Hindenburg" in Lakehurst (New Jersey) im Jahr 1937, die Ursachenforschung zum Unglück, sowie eine Statistik der Ausfälle deutscher Zeppelin-Starrluftschiffe. Die Ursachen verteilen sich dabei zu ungefähr je einem Drittel auf Schäden ohne äußere Einwirkungen (beispielsweise Verschleiß), auf Schäden während des Betriebs sowie auf Schäden bedingt durch Kriegshandlungen. Eingegangen wird des Weiteren auf die Entwicklung der Cellon-Lacke, die als Ausgangsstoff für den Anstrich von stoffbespannten Flächen in der Luftfahrt genutzt wurden, sowie die Beimischung von Aluminium im mehrlagigen Anstrich der Luftschiffhüllen. Bei der Hindenburg wurde die Zusammensetzung des Anstrichs durch die Zugabe von Eisenoxid ergänzt. Fraglich bleibt, ob dies nicht eine unbedachte Veränderung war, die für den Brand eine wesentliche Rolle gespielt haben könnte.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 30-6
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01761913
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 19 2020 8:40AM