Genauigkeit der Betondeckungsmessung und Grenzen der Detektion benachbarter Stäbe mit Radar

Accuracy of concrete cover measurement and detection limit of close neighboured rebars using radar

Zur zerstörungsfreien Bestimmung von größeren Betondeckungen, so etwa ab 30 Millimeter, eignet sich das Radarverfahren. Behandelt werden die Möglichkeiten und Grenzen dieses Verfahrens. Bei den größeren Betondeckungen geht es meist nicht mehr um Fragen der Dauerhaftigkeit, sondern um die Feststellung der Lage der Bewehrung bei statischen Nachrechnungen von Bauwerken. Die Untersuchungen führte man an zwei großen Prüfkörpern durch. Der erste Prüfkörper diente zur Ermittlung der Genauigkeit der Betondeckungsmessung. Dazu wurden in den Prüfkörper acht Bewehrungsstäbe von 12 Millimetern Durchmesser in Tiefenlagen zwischen 20 Millimetern und 90 Millimetern sowie acht Stäbe von 12 Millimetern Durchmesser in Tiefenlagen zwischen 95 Millimetern und 165 Millimetern eingebaut. Der zweite Prüfkörper wurde für den Nachweis der getrennten Detektierbarkeit von benachbarten Stäben hergestellt. Die Stäbe hatten bei diesem Prüfkörper einen Durchmesser von 8 Millimetern. Variiert wurde hier der Abstand der Stäbe und deren Tiefenlage. Die Ermittlung der Betondeckung erfolgte durch Messung der Laufzeit und der Wellengeschwindigkeit beziehungsweise Permittivität bei unterschiedlichem Betonalter. Die Messergebnisse für den Prüfkörper wurden in Diagrammen als Vergleich der realisierten Einbautiefen (Sollwerte) mit den Istwerten dargestellt. Man erkennt, dass insbesondere für die Betondeckungen bis 60 Millimeter die Istwerte um bis zu 10 Millimeter größer sind als die Sollwerte. Es ist auch erkennbar, dass die Abweichungen mit größer werdender Einbautiefe und zunehmender Zeit geringer ausfallen. Die vielschichtigen Ergebnisse zur Detektion benachbarter Stäbe sind in einem Diagramm vereinfacht zusammengefasst, um die Leistungsfähigkeit und Grenzen des Radarverfahrens in Abhängigkeit von der Betondeckung und dem Achsabstand der Bewehrungsstäbe sowie weiterer Randbedingungen zu verdeutlichen. In dieser Grafik wurden auch die Detektionsgrenzen für die jeweiligen Anwendungsbereiche angegeben. ABSTRACT IN ENGLISH: The classic concrete cover measurement is generally carried out to prove durability. According to the required minimum concrete cover of the exposure classes of maximum 40 mm and 15 mm tolerance on cover to reinforcement, concrete cover of a maximum of 60 to 70 mm is relevant. This coincides with the maximum achievable detection depth of magnetic inductive devices (usually based on eddy current). Larger concrete covers are only of interest from a static point of view. This is especially applied when the load‐bearing capacity of a structure has to be verified with deep reinforcement and the measurement of the installation depth of the reinforcement is necessary in order to, for e.g. to determine the inner lever arm. Therefore, the results published here on concrete cover measurement with radar are aimed at the later application for the recalculation of structures based on the results of the non‐destructive testing (NDT‐Statics). This article is about determining the accuracy of radar measurements and the ability to differentiate between adjacent bars. Therefore, the manufacturing of test specimens and their accuracy with regard to the implemented installation depth of the reinforcement is also dealt with. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 642-52
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01774551
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 11 2020 8:03AM