Vermeidung von abflussschwachen Zonen in Verwindungsbereichen – Vergleich und Bewertung von baulichen Lösungen

Avoidance of zones with poor drainage in superelevation transition sections – Comparison and evaluation of constructional solutions

Die Straßenflächenentwässerung auf Autobahnen ist eine wichtige Voraussetzung für die Verkehrssicherheit. Andernfalls kann es zu Aquaplaning und zu daraus resultierenden Unfällen kommen. Besonders breite Fahrbahnen und hohe Geschwindigkeiten sind dafür auffällig. In den „Richtlinien für die Anlage von Autobahnen“ (RAA 2008) werden Hinweise gegeben, mit welchen Maßnahmen entwässerungsschwache Zonen vermieden werden können. Diese bestehen aus entwurfstechnischen, baulich-konstruktiven und verkehrsrechtlichen Lösungen. Zu diesen Maßnahmen gehören: - Erhöhung der Längsneigung, - Einbau offenporiger Deckschichten, - Konstruktive Maßnahmen (Querkastenrinnen), - Vermeidung von Verwindungsbereichen durch Anordnung einer negativen Querneigung, - Einbau einer Schrägverwindung oder - Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bei Nässe (sofern keine der vorgenannten Maßnahmen möglich ist). Um diese Maßnahmen richtig auszuwählen, benötigt die Praxis umfassende Informationen über deren Vor- und Nachteile. Im Forschungsvorhaben werden die verschiedenen Lösungen hinsichtlich Dauerhaftigkeit, Dimensionierung, Einbau und Kosten untersucht und bewertet. Darauf aufbauend werden Empfehlungen für die Wahl der jeweils geeigneten Lösung in Abhängigkeit von den jeweiligen örtlichen Randbedingungen (Anzahl der Fahrstreifen, Befestigungsart, Längsneigung) gegeben. Gleichzeitig wird geprüft, ob es sich unter Berücksichtigung der Bau- und Erhaltungskosten um wirtschaftliche Maßnahmen handelt. Dies erfolgt über das Nutzen-Kosten-Verhältnis. Im Ergebnis werden Empfehlungen zur Übernahme in die Entwurfsrichtlinien für Autobahnen gegeben. ABSTRACT IN ENGLISH: A sufficient drainage on motorways is an important requirement for road safety. This could be problematic in superelevation/ transition sections, particularly in combination with wide carriageway width and low longitudinal gradients. High speeds lead to hydroplaning and cause accidents. The German “Guidelines for the Design of Motorways” (RAA 2008) give recommendations, how to avoid zones with insufficient drainage. These are solutions that could be realized by road design, construction or traffic regulation including: - increase of the longitudinal gradient, - open-pored layer (porous asphalt), - constructional measures (gutter box), - avoidance of a superelevation/ transition by applying a negative cross slope with large radii, - special form of a transition (rolling crown), - speed limit at wet conditions. For the selection of appropriate measures, comprehensive information about their advantages and disadvantages are required. For that reason, a research project investigated and evaluated the different solutions regarding durability, dimension, construction and costs. Based on this, recommendations are given for selecting the best solution depending on local boundary conditions (number of lanes, asphalt or concrete, gradient). As well, regarding construction and maintenance costs it is examinded whether it is an economic measure. As a result, recommendations for implementation into the guidelines for the design of motorways are given.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01724331
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 978-3-95606-463-0
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 22 2019 2:55AM