Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten in Deutschland

Misst man die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten langfristig am negativen Höchststand von 21.332 Todesopfern auf deutschen Straßen im Jahr 1970, und dies, obwohl sich das Verkehrsaufkommen seither verdreifacht hat, so ist dies unzweifelhaft als großer Erfolg aufgrund der Anstrengungen im mehreren Bereichen zu werten. Seit den 1990er Jahren bestimmt zunehmend die EU die nationale Verkehrssicherheitsarbeit. In ihren Leitlinien bekennt sich die Europäische Kommission zur "Vision Zero", das heißt, im Jahr 2050 soll „nahezu niemand“ mehr auf europäischen Straßen sterben. Dargelegt wird die nationale Ausgangslage und die deutsche Zielvorgabe für die Aktionsjahre 2011 bis 2020 im Rahmen der „Vision Zero“ und der Zwischenstand zur Senkung der Verkehrstoten nach Ablauf des Jahres 2017. Kritisiert wird, dass bei der Halbzeitbilanz zur Entwicklung der Getötetenzahlen im Jahr 2015 sowie im Unfallverhütungsbericht 2018 auf das Bezugsjahr 2011 abgestellt wurde. Damit falle die Bilanz für Deutschland positiver aus, als sie tatsächlich zu bewerten sei. Es wird der Frage nachgegangen, mit welchen Maßnahmen jetzt noch das Ziel für das Jahr 2020 zu erreichen sei. Da sich fahrzeugtechnische Verbesserungen so schnell nicht auswirkten müsse die Einhaltung der Verkehrsregeln durch wirksamere Kontrollen durchgesetzt, weitere Tempolimits eingeführt, Unfallhäufungsstellen beseitigt und das Verkehrssicherheitsbewusstsein ingesamt gestärkt werden.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 181-3
  • Serial:
    • Polizei
    • Volume: 110
    • Issue Number: 6
    • Publisher: Carl Heymanns Verlag, Wolters Kluwer Deutschland GmbH
    • ISSN: 0032-3519

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01708740
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jun 13 2019 6:10AM