Was geht ab? Ein Projekt zur interdisziplinären Förderung von aktiver, selbstbestimmter und sicherer Mobilität von SchülerInnen

Vor dem Hintergrund der steigenden Motorisierung sowie zunehmender Verschlechterung motorischer Kompetenzen bei jungen Menschen und dem Wissen um frühzeitige Prägung des Verhaltens wurde das interdisziplinäre Projekt „Was geht ab?" von der Idee geleitet, SchülerInnen zu einem nachhaltigen, gesundheitsfördernden und verkehrssicheren Mobilitätsverhalten zu motivieren. Im Rahmen des Projekts setzten sich die SchülerInnen von fünf Wiener Schulen intensiv mit der bebauten Umwelt in ihrem Schulumfeld, Mobilitätsverhalten und Verkehrssicherheit auseinander. Das Schulumfeld wurde in Bezug auf dessen Gestaltung (Straßenquerschnitte, Straßenraum), im Hinblick auf Verkehrssicherheit und Verständlichkeit, aber auch in Bezug auf subjektiv wahrgenommene Ästhetik untersucht. Dabei kamen die SchülerInnen mit technischen Methoden zur Datenerfassung (zum Beispiel Seitenradar-Messgeräte) und -analyse, mit verkehrspsychologischen Verfahren sowie mit Kartierungsmethoden in Berührung. Die SchülerInnen wurden auch für die Anliegen einer inklusiven Mobilität und Chancengleichheit mobilitätsbeeinträditigter Personengruppen sensibilisiert. Die Dokumentation von Gefahren- und Problemstellen erfolgte über eine digitale Karte zur Visualisierung raumbezogener Informationen. Die im Rahmen des Projekts entwickelte interaktive „Was geht ab-App" ermöglicht, Bewertungen des Verkehrsraums aus verkehrsplanerischer und raumplanerisch-ästhetischer Perspektive sowie aus Verkehrssicherheitsperspektive am Smartphone abzugeben. Eine Stichtagserhebung zum eigenen Mobilitätsverhalten bot den Ausgangspunkt für die Selbstreflexion und für die Auseinandersetzung mit den Themen Umwelt- und Gesundheitswirkungen. In den verkehrspsychologischen Workshops wurden Wissen und Verständlichkeit von Verkehrszeichen im Schulumfeld erfasst sowie von den SchülerInnen Vorschläge für verkehrssicherheitsforderliche neue Verkehrszeichen entworfen. Auf die Situationsanalyse aufbauend entwickelten und präsentierten die SchülerInnen eine Mobilitäts- und Verkehrssicherheitsstrategie für die Schule. Mehrere Zielgruppen (MitschülerInnen, LehrerInnen, Eltern) wurden darin angesprochen. Diese Vorgehensweise lieferte wertvolle Ideen für die kind- beziehungsweise jugendgerechte Gestaltung von Intervention in den Bereichen Mobilität, Verkehrssicherheit sowie Raumgestaltung. Mit dem Projektdesign wurde die Idee einer weit über die schulische Verkehrserziehung hinausgehenden Mobilitätserziehung aufgegriffen. (A) Beitrag zu den Posterführungen.

  • Availability:
  • Authors:
    • Schützhofer, B
    • Stark, J
    • Kirchner, M-J
    • Berger, W
    • Uhlmann, T
    • Krammer-Kritzer, B
    • Soukup, B
  • Publication Date: 2019-3

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Pagination: p132
  • Monograph Title: Verkehrssicherheit und Lifestyle - Smart Drugs and Smartphones. Das 14. Gemeinsame Symposium der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP) und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM) 2018 in Saarbrücken. Themenheft
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01705919
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 16 2019 9:40AM