St. Philips Fußgängerbrücke in Bristol. Ein ganzheitlicher Entwurf als Treiber für städtische Erneuerung

St. Philips footbridge in Bristol. A holistic design as a driver for urban regeneration

In Bristol (Vereinigtes Königreich) entsteht auf dem ehemaligen Gelände eines Bahnbetriebswerks ein neues Stadtviertel nahe dem Zentrum. Zwischen dem neuen Stadtviertel und dem Stadtzentrum verlaufen der Fluss Avon und die Uferstraßen. Beide Ufer, deren Abstand etwa 45 Meter beträgt, werden jetzt durch die St. Philips Brücke verbunden. Die Flusskreuzung gestaltet sich wegen des Höhenunterschieds der Ufer von circa 5 Metern, der Lage in einem Tidegebiet mit stark schwankenden Wasserständen und der unterschiedlichen Zuwegungen recht komplex. Zudem soll die Brücke sowohl die jetzige als auch die zukünftige städtebauliche Situation, die sich in der Entwicklung befindet, und die benachbarten vorhandenen Brücken in harmonischer Weise berücksichtigen. Die neue Fußgänger- und Radwegbrücke besteht aus einem Stahlhohlkasten mit variabler Höhe, der im Grundriss an der Zentrumseite gegabelt ist. Ein Zinken der Gabel ist als Rampe für Radfahrer und Behinderte ausgeführt, der andere ist als Treppenanlage konstruiert. Das Bauwerk überspannt den Avon ohne Mittelstütze mit einem vertikalen Knick vor den Abzweigungen der beiden Rampen. Gestalterisch sollte die Brücke als natürliche Fortsetzung des neuen Stadtviertels wirken. Bedingt durch die gegabelte Form verfügt die Brücke über drei Widerlager aus Stahlbeton, die auf Pfählen tief gegründet sind. Berechnet wurde das komplizierte Bauwerk anhand eines Finite-Element-Modells. Die Berechnung erfolgte entsprechend den Regelungen des Eurocode 3. Die dynamische Analyse hinsichtlich fußgängerinduzierter Schwingungen erfolgte anhand des Regelwerkes BS EN 1990:2002 mit einem detaillierten Nachweis der Komfortkriterien bei der Benutzung. Die gesamte Brücke wurde im Werk vorgefertigt und dann in einem Stück mit einem Kran auf die Lager gesetzt. ABSTRACT IN ENGLISH: The transformation of an area originally used for railway maintenance into a new neighbourhood in the city centre is one of the most important urban development projects being carried out in Bristol. The new St Philips footbridge spans the River Avon contributing to provide the needed accessibility for development to a site previously isolated by several infrastructures and the watercourse. The footbridge is an innovative solution to a complex crossing problem: the connection of two banks with a significant elevation and appearance difference and one of them being developed to high architectural standards faster than the other. The design should be appropriate for both immediate and medium‐term scenarios and to harmoniously coexist with the close existing bridges and the future buildings. The bridge is a 50m‐span and 4‐m wide steel beam with a forked geometry, hosting a ramp for disabled and cyclists and a staircase as part of its own structure to maximise functionality. The design approach to generate its shape was at the same time structural, aesthetical, and functional. Thanks to this holistic approach, the bridge is compact, simple, elegant and clearly legible for both footbridge and river path users. (A)

  • Availability:
  • Authors:
    • Beade-Pereda, H
    • McElhinney, J
    • Barbulescu, B
  • Publication Date: 2019-2

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures;
  • Pagination: pp 133-41
  • Serial:
    • Bautechnik
    • Volume: 96
    • Issue Number: 2
    • Publisher: Ernst & Sohn GmbH
    • ISSN: 0932-8351

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01708419
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 2 2019 4:45AM