Einfluss viskositätsverändernder Zusätze auf den Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe

Influence of temperature reducing additives on the date of reopening of asphalt-layers to traff

Der Zeitraum zwischen Herstellung und Verkehrsfreigabe einer Asphaltdeckschicht beträgt nach ZTV Asphalt-StB 07 wenigstens 24 Stunden. Durch den stetig wachsenden Zeitdruck wird diese Zeitspanne – oftmals als Sonderbauweise beispielsweise unter Verwendung viskositätsverändernder Zusätze – immer häufiger unterschritten. Die so verkürzten Zeitspannen sind jedoch weitestgehend willkürlich. Daher wurden im Rahmen dieses Forschungsprojektes drei Verfahren zur Bestimmung des frühestmöglichen Zeitpunktes der Verkehrsfreigabe nach dem Asphalteinbau erprobt: der PVE-Tester, das modifizierte leichte Fallgewichtsgerät (modifiziertes LFGG) und der Impulshammer. Mit dem PVE-Tester wird die Asphaltoberfläche statisch be- und im Anschluss entlastet. Die irreversible Eindringtiefe am Ende der Entlastungsphase ist ebenso wie die irreversible Eindringtiefe, die nach fünf Belastungsstößen mit dem modifizierten LFGG als bleibende Deformation verbleibt, ein relativ präzises Maß für die Verformungsbeständigkeit des Asphalts. Mit beiden Geräten werden die Asphalte sehr ähnlich bewertet. Die mittels Impulshammer in situ gemessene mechanische Impedanz wies dagegen eine nicht ausreichende Präzision auf und ist mit der hier verwendeten Prüfanordnung für den vorgesehenen Zweck nicht geeignet. Auswirkungen unterschiedlicher Asphaltkomponenten wie abweichende Kornzusammensetzungen oder der Einfluss viskositätsverändernder Bindemittelzusätze sind aufgrund der Präzisionen der Messgeräte nur als Tendenz aber nicht quantitativ festzustellen. Mit dem PVE-Tester und dem modifizierten LFGG konnten erste Anhaltswerte für eine frühestmögliche Verkehrsfreigabe in situ bestimmt werden. Nach einer weitergehenden Konkretisierung und Absicherung dieser Anhaltswerte wäre nach den Erfahrungen aus diesem FE-Projekt zukünftig bei zahlreichen Baumaßnahmen eine Verkehrsfreigabe nach weniger als 24 Stunden möglich. ABSTRACT IN ENGLISH: The time period between paving and reopening to traffic of an asphalt site according to ZTV Asphalt-StB 07 is at least 24 hours. Due to continuously growing time pressure, this time span is undershot more and more frequently – often as a special construction method, for example the applying of temperature reduced bitumen. However, the time spans that are abbreviated are most widely arbitrary by now. Therefore, three methods for the determination of the earliest date for a reopening to traffic after paving were tested within this research project: the PVE-tester, the modified light falling weight device (modified LFGG) and the impact hammer. By using the PVE-tester, the asphalt surface is statically stressed and subsequently unloaded. The irreversible penetration at the end of the relief phase is a relatively precise measurement for the deformation resistance of asphalt, just like the irreversible penetration which can be measured as the deformation after five immediate sequenced load impacts in one position with the modified LFGG. The mechanical impedance measured with the impact hammer in situ, showed a not sufficient precision and is not suitable with the used test set-up for the provided purpose. Impacts of varying asphalt components like differing grain compositions or the influence of temperature reduced binders are determined as a tendency but not quantitative, due to the precision of the measurement devices. First reference values for an earliest reopening to traffic were determined, with the PVE-tester and the modified LFGG. After a further concretization and validation of these reference values, an acceleration of the construction sites would be possible on numerous future projects.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01706708
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 978-3-95606-447-0
  • Files: ITRD
  • Created Date: Apr 25 2019 4:53AM