Erprobung eines modifiziert zusammengesetzten Offenporigen Asphaltes

Im Rahmen des Projekts konnte auf dem neuen Demonstrations-, Untersuchungs- und Referenzareal der Bundesanstalt fuer Strassenwesen (BASt) (duraBASt) in Zusammenarbeit mit der Forschungsgesellschaft fuer Strassen- und Verkehrswesen (FGSV) und der Bauindustrie ein modifiziert zusammengesetzter Offenporiger Asphalt (OPA) erprobt werden. Nach dem Einbau im Oktober 2017 wurde ein relativ umfangreiches Untersuchungsprogramm durchgefuehrt, dessen Ergebnisse wie folgt zusammengefasst werden koennen: Die Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass die mit einer Sandzugabe optimierte OPA-Variante grosstechnisch herstellbar ist. Die Asphaltmischgutrezeptur konnte gut eingehalten werden. Die asphalttechnologischen Kennwerte der fertigen Schicht zeigen fuer die Sandvariante einen um etwa 2 Volumen-Prozent niedrigeren Hohlraumgehalt. Dies war aus der vorausgegangenen Laboruntersuchung des Deutschen Asphaltsverbands (DAV) zu erwarten. Die Oberflaechenverschleisspruefung an Laborproben nach DIN/TS 12697-50, wie auch der Kornverlust nach den Technischen Pruefvorschriften fuer Asphalt (TP Asphalt-StB), Teil 17 ("Cantabro-Test"), zeigen ein guenstigeres Verhalten der Variante mit Sandzugabe. Anhand dieser Laborverfahren kann eine laengere bautechnische Nutzungsdauer prognostiziert werden. Eine Einschaetzung der akustischen Wirksamkeit mithilfe des Schallabsorptionsgrads und der Nahfeldpegel lassen den Schluss zu, dass im Neuzustand eine gute Pegelminderung erzielt wuerde. In der fertigen Schicht werden durch den relativ hohen Hohlraumgehalt beider Varianten gute Werte fuer den Absorptionsgrad erreicht. Bei den Laborproben ist jedoch das unterschiedliche Hohlraumniveau erkennbar. Insgesamt lassen die Ergebnisse den Schluss zu, dass bei einem praezisen Einhalten der Sandzugabe offenporige Asphaltdeckschichten mit einem im Neuzustand guten akustischen Verhalten gebaut werden koennen. Die durch Laboruntersuchungen prognostizierte bautechnische Nutzungsdauer duerfte bei dieser Asphaltmischgutvariante hoeher liegen als bei der Variante ohne Sandzugabe. Die akustische Nutzungsdauer konnte im Rahmen des Projekts nicht prognostiziert werden.