Große Stabdurchmesser und hohe Bewehrungsgrade. Teil 1: Verankerungen und Uebergreifungen. Teil 2: Rissbreitenbeschraenkung und erforderliche Oberflaechenbewehrung. Teil 3: Druckglieder

Large diameter bars and high reinforcement ratios. Part 1: Anchorages and laps. Part 2: Limitation of crack width and surface reinforcement. Part 3: Columns

Im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte wurden Untersuchungen an Probekoerpern bei Verwendung grosser Stabdurchmesser der Bewehrung und bei hohen Bewehrungsgraden durchgefuehrt, die zur Vorbereitung der Ueberarbeitung des Eurocode 2 dienten. Beim Eurocode 2 wird eine Erweiterung der Bewehrungsdurchmesser von 28 Millimeter, beziehungsweise 32 Millimeter bei Anwendung von Zusatzregelungen, auf 40 Millimeter angestrebt. In drei Teilen werden diese Untersuchungen und die sich daraus ergebenden Folgerungen beschrieben. Teil 1 befasst sich mit dem Verbundtragverhalten von Bewehrungsdetails mit geringen Stababstaenden und grossen Stabdurchmessern. Die Versuche zeigten bei den bisher zugelassenen Stabdurchmessern und bei Stabdurchmessern von 40 Millimeter das gleiche Trag- und Rissverhalten, sodass auch bei diesen Stabdurchmessern die gleichen Bemessungs- und Konstruktionsregeln wie bei den bisher zugelassenen Bewehrungen empfohlen werden. Dazu ist jedoch ergaenzend die Anordnung einer Querbewehrung im Bereich von Verankerungen erforderlich. Im Teil 2 werden umfangreiche experimentelle Untersuchungen zum Rissgeschehen bei Verwendung einer mehrlagigen Bewehrung aus grossen Stabdurchmessern (40 Millimeter) und hohen Bewehrungsgraden vorgestellt. Die Auswertung der Versuche zeigte, dass bei Verwendung einer Oberflaechenbewehrung auf einen rechnerischen Nachweis der Rissbreiten verzichtet werden kann, wenn der Querschnitt der Oberflaechenbewehrung in beiden orthogonal zueinander liegenden Bewehrungsrichtungen jeweils groesser als ein Prozent der Zugzone ausserhalb der Buegel ist und die maximale Rissbreite 0,3 Millimeter oder mehr betraegt. Die Bemessungsregeln des Eurocode 2 liefern fuer die untersuchten Stabdurchmesser sehr konservative Rechenwerte und ueberschaetzen die in den Versuchen erzielten Rissbreiten deutlich. Teil 3 befasst sich schwerpunktmaessig mit der Verwendung grosser Stabdurchmesser bei Druckgliedern. Dazu wurden experimentelle und numerische Untersuchungen an normalfesten Stahlbetonstuetzen mit grossen Stabdurchmessern (Durchmesser groesser als 28 Millimeter) und sehr hohen Laengsbewehrungsgraden (groesser als 9 Prozent) und Stabbuendeln sowie kleinen Querschnittsabmessungen durchgefuehrt. Es zeigte sich, dass die Berechnungsgrundsaetze und Berechnungsmodelle des Eurocode 2 und des deutschen Nationalen Anwendungsdokuments (NA) auch bei sehr hohen Bewehrungsgraden und grossen Stabdurchmessern gueltig sind. ABSTRACT IN ENGLISH: High degrees of reinforcement and densely arranged reinforcement enable the realization of efficient reinforced concrete components. By using large bar diameters, the reinforcement of components with large cross-sections can be simplified. However, EC2 and EC2 / NAD contain some additional rules for bar diameters larger than 32 mm. Since these additional rules require increased planning effort and additional reinforcement, rebars with a diameter greater than 32 mm are usually used with restraint. Therefore, the necessity of these additional rules was examined in extensive experimental programs at RWTH Aachen University, TU Kaiserslautern and TU Braunschweig.

  • Availability:
  • Authors:
    • Schoening, J
    • Hegger, J
    • Breit, F
    • Schnell, J
    • Oettel, V
    • Empelmann, M
  • Publication Date: 2018-11

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 768-798
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01692633
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jan 15 2019 9:33AM