Neuartige Bindemittel − die Zeit nach dem Portlandzement

Bei der Herstellung von Portlandzementen werden grosse Mengen an CO2 emittiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadebatte wird deshalb intensiv an der Reduzierung dieser Emissionen gearbeitet. Das massgebliche Instrumentarium ist dabei die Substitution von Portlandzementklinker durch geeignete Komposit-Materialien im Zement. Bereits heute ist der reine Portlandzement CEM I in Deutschland nicht mehr die vorherrschende Zementart, sondern wurde durch den Portland-Kompositzement CEM II weitgehend abgeloest. Eine noch staerkere Substitution des PZ-Klinkers wird erst moeglich sein, wenn die damit verbundenen Qualitaetseinbussen (zum Beispiel Fruehfestigkeit, Dauerhaftigkeit) kompensiert werden koennen. Ganz massgeblich wird auch die Bereitstellung ausreichender Mengen an reaktiven Komposit-Materialien sein. Hier werden zukuenftig insbesondere calcinierte Tone und Stahlwerksschlacken eine grosse Rolle spielen. Die derzeit diskutierten alternativen Bindemittelsysteme ohne oder mit sehr geringem Anteil an Portlandzementklinker sind auf absehbare Zeit kein realistischer Ansatz, um den Portlandzement als Massenbaustoff abzuloesen. Sie werden allerdings fuer spezielle Applikationen, bei denen in Teilbereichen eine besondere Performance verlangt wird, zukuenftig verstaerkt eingesetzt werden. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 49-57

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01687849
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 12 2018 7:56AM