Aktuelle Aspekte des Artenschutzes bei Eingriffsplanungen

Nach gut zehn Jahren Umsetzungspraxis hat sich die Bewaeltigung des Artenschutzrechts bei Eingriffsplanungen in Deutschland fachlich und rechtlich in gewissem Umfang gefestigt. Die Auswertung der bisherigen Rechtsprechung und der gaengigen Praxis zeigt, dass bei der Fokussierung der Bestandsaufnahmen auf europaeisch geschuetzte Arten darauf zu achten ist, dass dieses nicht zu Lasten einer sachgerechten Anwendung der Eingriffsregelung geht. Eine Pruefung der Betroffenheit von Allerweltsvogelarten nach Habitatgilden ist bei einer artenschutzrechtlichen Pruefung im Regelfall ausreichend. Das Toetungsverbot findet seine Grenzen im allgemeinen Lebensrisiko einer Art, das sich mithilfe des Mortalitaets-Gefaehrdungs-Index operationalisieren laesst. Artenschutzrechtliche Stoerungsverbots-Tatbestaende lassen sich vielfach vermeiden, beim Lebensstaetten-Schutz kommt darueber hinaus vorgezogenen Ausgleichsmassnahmen eine hohe Bedeutung zu. Das Ergreifen funktionserhaltender Massnahmen entbindet von einer fachlich kaum zu leistenden Beurteilung des Erhaltungszustands der Populationen einer Art. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 365-70
  • Serial:
    • NATUR UND LANDSCHAFT
    • Volume: 93
    • Issue Number: 8
    • Publisher: W. KOHLHAMMER GMBH VERLAG
    • ISSN: 0028-0615

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01687687
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 9 2018 8:50AM