Darlegungs- und Beweislast bei Schadenersatzanspruechen aus Verkehrsunfaellen

Verkehrsunfallprozesse sind haeufig von der tatsaechlichen Wuerdigung von Beweisaufnahmen gepraegt. Der Beweislastverteilung kommt besondere Bedeutung zu. Sie entscheidet darueber, welche Tatsachen zu beruecksichtigen sind, da nur unstreitige, zugestandene oder bewiesene Tatsachen zu Grunde zu legen sind. Im Falle des Bestreitens haben die Parteien die Mitverursachung sowie das Verschulden der Gegenseite zu beweisen. Der Beitrag behandelt in Bezug auf Sorgfaltspflichtverletzungen im Strassenverkehr praxisrelevante Einzelfaelle zum Verschulden. Diese betreffen beispielsweise die gefahrene Geschwindigkeit; den Sicherheitsabstand und Auffahrunfall; das Ueberholen; den Fahrstreifenwechsel; die Vorfahrt; das Abbiegen, Wenden und Rueckwaertsfahren; das Einfahren und Anfahren; sowie das Betreten und Ueberqueren der Fahrbahn durch Fussgaenger. Anhand der Uebersicht der Einzelfaelle wird gezeigt, dass der Anscheinsbeweis die Regel darstellt und von besonderer Praxisrelevanz ist. Wesentlich fuer die Anwendung des Anscheinsbeweises ist eine entsprechende typische Unfallsituation. Des Weiteren wird auf die Bedeutung polizeilicher Feststellungen fuer die Beweissituation sowie die Bedeutung der Parteianhoerung eingegangen.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01685083
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 23 2018 8:57AM