Die Stahl-Glas-Kunst der modernen Eisenbahnstationen in Japan

The steel-glass art of railway stations in Japan

In Japan baut man vermehrt neue oder zu erneuernde Eisenbahnstationen als Stahl-Glas-Konstruktion. Die Bauweise und die gestalterischen Moeglichkeiten werden an einer Reihe von Beispielen vorgestellt. Die Konstruktionen folgen nicht nur den typischen Regeln der Aesthetik, sondern greifen oft auch die oertlichen Gegebenheiten, die Traditionen und die sozialen Merkmale der jeweiligen Umgebung auf. Die gesamte Baukultur in Japan ist tief verwurzelt in der Kultur, Geschichte und Tradition des Landes. Bauwerke sollen unter anderem harmonisch und mystisch wirken, schoen und elegant sein, die Verbindung zur Natur herstellen und die vielfaeltige Spiritualitaet der Bevoelkerung beruecksichtigen. Japanische Eisenbahnstationen kann man grob in zwei Klassen einteilen: Grossstationen (mega stations) und Regionalstationen. Grossstationen entstanden durch Erweiterungen oder Renovierung vorhandener Stationen oder wurden ganz neu erbaut. Sie befinden sich in den Metropolen des Landes, wie beispielsweise die „Tokyo Station City“ und die „Osaka Station City“. Dazu gehoert auch der groesste Eisenbahnbahnhof der Welt, die „Shinjuku Station". Viele der Grossbahnhoefe sind gekennzeichnet durch eindrucksvolle Dachkonstruktionen aus Stahl und Glas, die man schon von Weitem sieht. Integriert in diese neuen Grossstationen sind, neben den eisenbahnspezifischen Einrichtungen fuer die Reisenden, Geschaefte, Erholungszonen und manchmal sogar ein Dachgarten. In die Shibuya Station ist ein circa 182 Meter hoher Hochhausturm aus Stahl und Glas eingebettet, der als multifunktionales Gebaeude der neuen Generation bezeichnet werden kann. Die Regionalstationen umfassen Stationen verschiedener alter Eisenbahnlinien und die Stationen des Shinkansen. Ein sehr haeufiges Gestaltungselement bei modernen Eisenbahnstationen sind Glasfassaden, die das Tageslicht in die Bahnhofshalle und auf die Bahnsteige dringen laesst. Transparente Waende reflektieren Himmel und Sonne und heben die Strukturen im Innern der Gebauede hervor. Einige alte Shinkansen Stationen wurden renoviert oder vollkommen neu erbaut. Ueber den Bahnsteigen erstrecken sich meist leichte Vordaecher aus filigranen Stahlkonstruktionen, die in hellen Farben gehalten sind. Eine bedeutende Rolle spielen die Verbindungsgaenge, die den Zugang auf beiden Seiten der Gleise erlauben. Oftmals bestehen deren Konstruktionen aus einer farblich gestalteten Kombination von Stahl und Glas oder anderen Materialien wie Holz und Beton. ABSTRACT IN ENGLISH: In Japan, the new steel-glass architecture of railway stations observes usually not only the typical canons of aesthetics but often also - increasingly - the local habits, traditions and social features. Moreover, such architecture is understood to respect well the natural and built environment - forming friendly compositions, which respond fairly to the needs of contemporary Japanese people. Thus, that architecture becomes certain steel-glass art of structures. In this article, on the basis of several practical examples, such special steel-glass art will be presented. (A)

Language

  • English

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 611-21
  • Serial:
    • Stahlbau
    • Volume: 87
    • Issue Number: 6
    • Publisher: Ernst & Sohn GmbH
    • ISSN: 0038-9145

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01685095
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jun 28 2018 9:20AM