Reisezeiten und Stadtverkehrsplanung. Zeitaufwandsanalysen als Basis einer effizienten Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl

Reisezeitexperimente in Lueneburg, Hamburg und Goettingen zeigten, dass die Geschwindigkeitsrelationen von Verkehrsmitteln stark von den Grundstrukturen der Wegefuehrung und der Bevorrechtigung beziehungsweise Benachteiligung abhaengen. Eine Haushaltsbefragung zur Mobilitaet in Goettingen belegte, dass die realen Reisezeitrelationen sich in den subjektiven Einschaetzungen wiederfinden. Es laege nahe, die Methodik kuenftig ergaenzend zu Modal Split-Erhebungen einzusetzen, um nicht nur Aufschluss ueber die Verkehrsstruktur, sondern auch deren Gruende zu erhalten. Die Beeinflussung der Reisezeiten bietet sich an, um via Verkehrsmittelwahl die Anteile am Modal Split zu steuern. Insbesondere die Elektrifizierung des Radverkehrs birgt grosse Chancen fuer Zugewinne des Radverkehrs im Modal Split zu Lasten des Pkw und koennte damit die Umwelt- und Sozialvertraeglichkeit des Stadtverkehrs wesentlich verbessern. Die volle Auspraegung dieses Potenzials gelingt jedoch nur in einer Kombination aus radverkehrsfreundlicher Politik und Planung sowie Kfz-Verkehrsberuhigung.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 36-9
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01685148
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jun 21 2018 3:40AM