Medizinische Aspekte zur Fahreignungsbegutachtung multimorbider Autofahrer

Physiologische Alterungsprozesse mit Funktionseinbussen des Herz-­Kreislauf-Systems, des Bewegungsapparates oder der sensorischen Funktionen koennen zu Leistungseinschraenkungen fuehren, die sich negativ auf die Verkehrssicherheit auswirken. Bei der Beurteilung der Fahrtauglichkeit multimorbider Menschen muss der Gutachter im Sinne einer Gueterabwaegung zwischen dem Recht auf individuelle Mobilitaet und der moeglichen Gefaehrdung der allgemeinen Verkehrssicherheit entscheiden. Neben kognitivem Status, Visus und (Poly-)Medikation ist der Einfluss insbesondere chronischer Erkrankungen zu pruefen. Dabei ist weniger die einzelne Diagnose als vielmehr die Auswirkung einer Erkrankung auf die sensomotorische Leistungsfaehigkeit von Bedeutung. Im Regelfall fuehren mehrere Erkrankungen sowie die damit einhergehende Medikation zu einer nicht nur voruebergehenden fahreignungsrelevanten Herabsetzung der psychophysischen Leistungsfaehigkeit. Nicht das Vorliegen der Erkrankung an sich ist dabei aus Sicht der Fahreignung haeufig das Problem, sondern die mangelnde Kenntnis ueber die Erkrankung, das mangelhafte Befolgen aerztlicher Ratschlaege und eine damit einhergehende unzuverlaessige Medikation.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Pagination: pp 121-2
  • Monograph Title: Perspektiven der Verkehrspsychologie und Verkehrsmedizin: Der Mensch im Spannungsfeld von Technik und Umwelt. Das 13. Gemeinsame Symposium der Deutschen Gesellschaft fuer Verkehrspsychologie (DGVP) und der Deutschen Gesellschaft fuer Verkehrsmedizin (DGVM). Themenheft
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01672637
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jun 12 2018 2:42AM