Fahrlaessigkeitstatbestand der Rauschfahrt

Gemaess Paragraf 24a Absatz 2 Strassenverkehrsgesetz (StVG) handelt ordnungswidrig, wer ein Kraftfahrzeug unter der Wirkung berauschender Mittel im Strassenverkehr fuehrt. Nach Paragraf 24a Absatz 3 StVG kann die Tat auch fahrlaessig begangen werden. Fuer den Vorwurf fahrlaessigen Handelns genuegt es, wenn der Betroffene die Moeglichkeit der fortdauernden, wenn auch moeglicherweise subjektiv nicht spuerbaren Rauschwirkung haette erkennen koennen und muessen. Der Konsument ist also verpflichtet, sich vor Antritt jeder Fahrt darueber klar zu werden, ob er noch unter der Wirkung der Droge steht und muss die Fahrt unterlassen, falls er darueber keine ausreichende Gewissheit hat. Grundsaetzlich ist also geklaert, welche Sorgfaltspflichten fuer den Drogenkonsumenten zu gelten haben. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass ein Kraftfahrer, der Cannabis konsumiert habe, verpflichtet sei, durch gehoerige Selbstpruefung und gegebenenfalls durch Einholung fachkundigen Rats sicherzustellen, dass er nicht unter der Wirkung einer den analytischen Grenzwert mindestens erreichenden THC-Konzentration im Blut ein Kraftfahrzeug im Strassenverkehr fuehre.

  • Availability:
  • Supplemental Notes:
    • Beitrag in leicht geaenderter Form auch erschienen in: Verkehrsdienst, 2018, volume 63, issue 4, pp 87-91.
  • Authors:
    • Rebler, A
  • Publication Date: 2018-1

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Pagination: pp 26-8
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01671904
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 15 2018 6:05AM