Kollisionen von Drohnen mit Fahrzeugen oder Personen

Waehrend die bemannte Luftfahrt ausserordentlich stark reguliert ist, um Sicherheit zu gewaehrleisten, entwickeln sich bei der unbemannten Luftfahrt erst zusaetzliche oder alternative Regelungen. Zur unbemannten Luftfahrt zaehlen sogenannte unbemannte Luftfahrtsysteme, also Fluggeraete (Drohnen), die vom Boden aus gesteuert werden. Paragraf 21 f Luftverkehrsordnung (LuftVO) legt die Ausweichregeln fuer Steuerer solch unbemannter Fluggeraete gegenueber bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen fest. Die 2017 erlassenen Betriebsvorschriften fuer unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind im neuen Abschnitt 5a der LuftVO und des Weiteren auch in der Luftverkehrszulassungsverordnung (LuftVZO) enthalten. Sie befassen sich mit Betriebsbeschraenkungen fuer Private, Qualifikationserfordernissen fuer private Steuerer und Kennzeichnungsanforderungen an das Fluggeraet. Die Regelungen behandeln (einander entgegen stehende) private und oeffentliche Interessen, das Kollisionsrisiko sowie den Datenschutz. Diese Beriebsvorschriften sowie die Regelungen zur Haftung des Drohnenhalters werden vorgestellt. Festgehalten wird, dass fuer Geschaedigte eine angemessene gesetzliche Grundlage fuer Ansprueche bei Drohnenschaeden besteht (Paragraf 33 Luftverkehrsgesetz (LuftVG)). Zudem bestehe Versicherungspflicht gemaess Paragraf 43 Absatz 2 Satz 1 LuftVG, Paragraf 102 LuftVZO. Fraglich sei, ob jedem Drohnen-Begeisterten die Regelungen zu Versicherungspflicht und Haftung in vollem Ausmass bewusst seien.

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  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 67-70
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  • Accession Number: 01670255
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 11 2018 11:23AM