Brueckensonderpruefungen in der Praxis. Rechtlicher Rahmen und Fallstudie an einem Beispielobjekt in Oesterreich

Special bridge auditing in practice. Legal framework and case study at a bridge object in Austria

An einem Fallbeispiel wird die Sonderpruefung an einer Bruecke in Oesterreich als Grundlage fuer die Instandsetzungsplanung behandelt. Zunaechst wird auf die Normenlage zur Durchfuehrung von Brueckenpruefungen in Oesterreich und Deutschland eingegangen. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Beschreibung einer Sonderpruefung an einer Bruecke im Zuge der A2 Suedautobahn im oesterreichischen Bundesland Steiermark. Es handelt sich um eine dreistegige Plattenbalkenbruecke aus Stahlbeton mit einer Gesamtlaenge von 133,10 Metern und einer zu pruefenden Flaeche von circa 2.340 Quadratmetern, die 1973 erstellt wurde. Die Pruefungen erfolgten ausschliesslich an der Unterseite der Bruecke mit zerstoerenden und zerstoerungsfreien Verfahren. Die zerstoerungsfreien Untersuchungen wurden flaechendeckend ueber das ganze Tragwerk durchgefuehrt und die Messwerte lokal durch zerstoerende Pruefungen ueberprueft. Mit der Potenzialfeldmessung stellte man korrosionsgefaehrdete Bereiche an der linken Kragplatte, dort wo die Entwaesserungseinrichtung verlaeuft, fest. Dort waren auch in grossen Bereichen Rostfahnen und Ausbluehungen sichtbar. Die zerstoerungsfreie Ermittlung der Betondeckung zeigte, dass die Kragplatten und die Stegbereiche tendenziell eine geringere Betondeckung als die Fahrbahnplatte aufwiesen. Anhand von Bohrkernen ermittelte man eine Betondruckfestigkeit, die zu einer Einstufung des Betons in die Betonguete C35/45 fuehrte. Die an 67 repraesentativen Stellen ueber das Tragwerk gemessene Karbonatisierungstiefe betraegt im Mittel 17 Millimeter. Am Grossteil der Probestellen legte man die erste Bewehrungslage fest und ordnete den vorhandenen Korrosionsgrad optisch einer Schadenklasse zu. Anhand der gemessenen Karbonatisierungstiefen konnte man feststellen, dass in circa 35 Prozent der Probestellen die Bewehrung bereits im karbonatisierten Bereich liegt. Die Chlorideindringtiefe liegt nur an einigen Stellen an den Kragtraegern und in der Fahrbahnplatte ueber dem in der oesterreichischen Norm angegebenen kritischen Grenzwert. Auf der Grundlage der erstellten Plaene der zerstoerungsfreien und zerstoerenden Pruefungen sowie anhand zusaetzlicher Fotodokumentationen konnte ein umfassendes Instandsetzungskonzept entwickelt werden. ABSTRACT IN ENGLISH: Auditing of existing bridges is essential to plan efficient rehabilitation of bridges and to assess the remaining lifetime of the structure. Besides of optical inspections non‐destructive and destructive test methods can be used to determine relevant quantitative and qualitative conditions of the bridge. Some relevant parameters are carbonation depth, chloride penetration depth, the thickness of the concrete cover or the existing concrete compressive strength. The testing methods vary in their spatial expansion. Some methods can be used only on selective local points at the bridge whereas others can provide area‐wide measurement results. The aim of every audit is to match the used testing methods and get a solid decision basis for planning of rehabilitation. This report covers the applied testing methods and the results at an example bridge at the Austrian motorway A2. Additionally improvements for tests and evaluation are made. (A)

  • Availability:
  • Authors:
    • Stierschneider, E
    • Strieder, E
    • Hilber, R
    • Bergmeister, K
  • Publication Date: 2018-3

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 233-45
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01672263
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 11 2018 7:36AM