50 Jahre Rheinbruecke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Bruecke)

50th anniversary of the Bonn‐Nord (Friedrich‐Ebert) Bridge across river Rhine

Der Beitrag behandelt die Berechnung und den Bau der 1967 eingeweihten Rheinbruecke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Bruecke), ihren aktuellen Zustand und die Ergebnisse der Nachrechnung entsprechend der derzeit gueltigen Regelwerke. Die von Hellmut Homberg entworfene Bruecke war weltweit die erste Schraegseilbruecke mit einem Vielseilsystem. Das Bauwerk hat eine Stromoeffnung von 280 Metern bei einer Gesamtlaenge von 510,10 Metern. Der insgesamt 36,30 Meter breite Ueberbau besteht aus einem 12,60 Meter breiten Hohlkasten sowie den beiden 11,85 Meter breiten Kragarmen und nimmt zwei Richtungsfahrbahnen, zwei Geh- und Radwege sowie einen Mittelstreifen auf. Das Brueckendeck ist als orthotrope Fahrbahnplatte mit Laengsrippen in der damals ueblichen Kelchform im Bereich der Fahrstreifen und Schiffsbauprofilen in den anderen Bereichen ausgefuehrt. Die staehlernen Pylone ragen 49,40 Meter ueber das Brueckendeck hinaus. Das faecherartig angeordnete Seilsystem besteht aus 80 vollverschlossenen Seilen mit Durchmessern von 91 Millimetern bis 123 Millimetern. Berechnet wurde das Bauwerk fuer die Brueckenklasse 60 nach DIN 1072 und fuer die militaerische Lastenklasse MLC 100/50 nach Stanag 2021 mit den damals ueblichen Berechnungsverfahren. Eingegangen wird auch auf die Werkstattfertigung und Montage des Ueberbaus und der Pylone. Der aktuelle bauliche Zustand der Bruecke wurde mit der Zustandsnote 2,9 bewertet. Die Nachrechnung entsprechend der Eurocodes zeigte, dass die mit den Hilfsmitteln der 1960er Jahre notwendigerweise relativ grobe Berechnung auch einer verfeinerten Berechnung mit den heutigen Berechnungsverfahren standhaelt. Gravierende Maengel an der Tragkonstruktion konnten nicht festgestellt werden. Sowohl die Ueberpruefung des baulichen Zustands als auch die Nachrechnung haben gezeigt, dass die Standsicherheit der Bruecke in vollem Umfang gewaehrleistet ist. Die Lebensdauer wird daher nicht durch ihre Tragfaehigkeit beschraenkt, sondern durch die staendig steigenden Verkehrsmengen, die etwa um 2040 den Bau einer breiteren Bruecke erforderlich machen koennen. ABSTRACT IN ENGLISH: This bridge, opened to traffic on June 28, 1967, was the world's first cable‐stayed bridge with a central multicable system (80 locked coil ropes) and has a main span of 280 m. The 36.3 m wide bridge deck consists of a central steel box girder and wide cantilevers, the 49.4 m high towers are also from steel. The side spans were erected on the final and auxiliary piers and the main span by free cantilevering. The paper deals with the design, shop fabrication and erection of the bridge, a recent structural health monitoring and the results of calculations according to the Eurocodes. Although the bridge does not meet some of the current requirements, no major structural defects have been detected. So, the life time of the bridge may not be determined by the structural but by the traffic capacity which may require a wider bridge in about 2040. (A)

  • Availability:
  • Authors:
    • Saul, R
    • Angelmaier, V
    • Stockmann, R
  • Publication Date: 2018-1

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 53-60
  • Serial:
    • Stahlbau
    • Volume: 87
    • Issue Number: 1
    • Publisher: Ernst & Sohn GmbH
    • ISSN: 0038-9145

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01672137
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 9 2018 10:44AM