Bewertungshintergrund fuer den Widerstand gegen Polieren (Polierpruefung vs. Petrografie) − Teil 2: Petrografie

In Verbindung mit zwei Forschungsvorhaben, die in Deutschland von der Forschungsgesellschaft fuer Strassen- und Verkehrswesen (FGSV) initiiert wurden, wurde eine ergaenzende Forschung von dem Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie unterstuetzt, um einen Zusammenhang zwischen Petrografie und Polierwiderstand zu finden. Bei bisherigen Forschungen konnte keine Korrelation zwischen der genetischen Petrografie und dem Polierwiderstand eines Gesteins gefunden werden. Welche mineralogischen Eigenschaften lassen sich gegebenenfalls fuer den neuen Versuch einer Korrelation nutzen? Naheliegend erscheint es, das Abnutzungsverhalten der Mineralien fuer eine Unterscheidung heranzuziehen. Tourenq und Fourmaintraux (1971) haben ein interessantes Konzept des "Haertekontrasts" entwickelt. Das Konzept des Haertekontrastes basiert auf dem Unterschied zwischen der Haerte des haeufigsten Minerals und der Haerte der uebrigen Mineralien. Dieses Konzept stellt die Basis fuer die Korrelation zwischen Polierwiderstand und Mineralogie dar. Demnach basiert die Bestimmung des Polierwiderstands, sei es beim Polierwert PSV oder der Pruefanlage nach Wehner/Schulze (PWS), prinzipiell auf der Ermittlung der differenziellen Abnutzung der gesteinsbildenden Minerale. Ein differenzieller Polierwiderstandskoeffizient laesst sich mit diesem Prinzip berechnen. Die Lithologien mit den hoechsten differenziellen Polierwiderstandskoeffizienten weisen die hoechsten PWS-Werte auf. Der Reibwiderstand von kompakten Lithologien nimmt mit zunehmendem Haerteunterschied linear zu. Die Korrelation zwischen den PWS-Messwerten und den dazugehoerigen mineralogischen Zusammensetzungen weist darauf hin, dass eine relativ genaue und einfache Theorie aufgrund von mineralogisch-petrografischen Groessen fuer die Polierresistenz denkbar waere. Dies sollte auch fuer den PSV wie wahrscheinlich auch fuer bestimmte Messungen in situ (SCRIM, SKM) gelten. Die Existenz einer brauchbaren Theorie bringt Vorteile fuer das PWS- und fuer das PSV-Verfahren. Es hilft bei der Interpretation der Messresultate. Ausserdem koennen Abweichungen und Ausreisser erklaert werden. (A)

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    • USB-Stick
  • Corporate Authors:

    FGSV Verlag

    Wesselinger Str. 15-17
    Köln,   Germany  50999
  • Authors:
    • ROETHLISBERGER, F
  • Conference:
  • Publication Date: 2017

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Digital/other
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: 13p
  • Monograph Title: Gesteinstagung 2017 − Vortraege der Tagung der Arbeitsgruppe "Gesteinskoernungen, Ungebundene Bauweisen", 22./23. November 2017, Aschaffenburg
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01665559
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • ISBN: 978-3-86446-205-4
  • Files: ITRD
  • Created Date: Mar 2 2018 6:30AM