Die Einholung von Sachverstaendigengutachten in der aussergerichtlichen Personenunfallschadenregulierung

Waehrend es bei Sachschaeden ueblich ist, dass ein Geschaedigter im Interesse der Beweissicherung und zur Ermittlung der Schadenhoehe ein Gutachen eines Kfz-Sachverstaendigen einholt, spielen bei aussergerichtlichen Verfahren um mittlere oder schwere Personenschaeden ungeachtet der Tatsache, dass dabei regelmaessig erhebliche Betraege im Raum stehen, entsprechende Gutachten oft nur eine geringe Rolle. Es sind wenige Gerichtsentscheidungen vorhanden, die sich mit der Erstattungsfaehigkeit entsprechender Sachverstaendigenkosten beschaeftigen und Versicherer zeigen immer wieder Unverstaendnis, wenn entsprechende Kostenerstattungsansprueche geltend gemacht werden. Gezeigt werden soll, dass der Einsatz von Sachverstaendigen in der Personenschadenregulierung nicht nur sachgerecht, sondern in bestimmten Faellen zwingend geboten ist zur effektiven Durchsetzung der Personenschadenersatzansprueche und zur Absicherung moeglicher Haftungsrisiken. Die entsprechenden Kosten sind von eintrittspflichtigen Haftpflichtversicherungen zu ersetzen. In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass zum Schadensersatz grundsaetzlich auch die Kosten der Schadensfeststellung und der Rechtsverfolgung gehoeren. Es entspreche der staendigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), dass Kosten eines Privatgutachtens im Kostenfestsetzungsverfahren Beruecksichtigung finden koennen.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 427-30
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01661731
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Feb 22 2018 10:15AM