Sinus-Report 2016 - Sicherheitsniveau und Unfallgeschehen im Strassenverkehr 2015

Der Report hat zum Ziel, knapp und uebersichtlich das Unfallgeschehen im Strassenverkehr zu beleuchten, auf Entwicklungen hinzuweisen und das umfangreiche Datenmaterial nach Verkehrsteilnehmergruppen, Altersgruppen und Ortslagen aufzuschluesseln. Zudem thematisiert er besondere Herausforderungen fuer die Unfallverhuetung. Der SINUS-Report ist somit eine Grundlage fuer bedarfsgerechte Praeventionsmassnahmen. Jedes Jahr werden auf Schweizer Strassen rund 80 000 Personen verletzt und 250 getoetet. Neben menschlichem Schmerz und Leid haben die Unfaelle jaehrlich materielle Kosten in der Hoehe von nahezu 4 Milliarden Franken zur Folge. Die Zahl der Getoeteten stieg im Vergleich zu 2014 um 10 Personen auf 253. Dagegen sank die Anzahl der Schwerverletzten im Jahr 2015 auf 3830 Personen, womit sich die positive Entwicklung der Vorjahre fortsetzt. Fuer aeltere Verkehrsteilnehmende, Zweiradfahrende und Fussgaengerinnen und Fussgaenger stellt sich die Entwicklung jedoch weniger positiv dar. In der letzten Dekade konnte das schwere Unfallgeschehen der Radfahrer nicht verbessert werden. Zudem wurden 2015 mehr Senioren schwer verletzt als noch vor 10 Jahren. Durch ihre hohe Verletzlichkeit enden Unfaelle haeufig toedlich. Auch Unfaelle mit E-Bikes nehmen zu. Die steigende Verbreitung macht E-Bikes zu einer neuen Herausforderung fuer die Praevention. Die Lichteinschaltquoten bei Personenwagen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Bei der Gurtentragquote der PW-Insassen und der Helmtragquote der Radfahrenden konnten gegenueber dem Vorjahr keine oder nur geringe Fortschritte erzielt werden. Fuer die Praevention wird es schwieriger werden, noch mehr Verkehrsteilnehmende zur Nutzung von Gurt und Helm zu bewegen. Der Trend sinkender Unfallzahlen setzte sich bei den Schwerverletzten – dies im Gegensatz zu den Getoeteten – auch im Jahr 2015 fort. Die Analyse des Unfallgeschehens zeigt aber auf, dass die Entwicklung nicht fuer alle Verkehrsteilnehmergruppen gleich positiv verlaufen ist. Senioren, Radfahrende, Fussgaenger und Motorradfahrende muessen ins Zentrum der Praevention ruecken.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Digital/other
  • Features: Figures; Glossary; References; Tables;
  • Pagination: 106 S
  • Serial:
    • SINUS-REPORT
    • Issue Number: 2016
    • Publisher: BFU - BERATUNGSSTELLE FUER UNFALLVERHUETUNG
    • ISSN: 1664-3496

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01638237
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jun 20 2017 7:20AM