Koordinierung von Lichtsignalanlagen unter Beruecksichtigung der Progressionsgeschwindigkeit und Pulkmanagement auf Basis der C2X-Kommunikation zur Reduzierung von CO2-Emissionen

Die Nutzung der C2X-Kommunikation (car to x) birgt neue Moeglichkeiten bei der Steuerung von Lichtsignalanlagen. Einerseits stellen Fahrzeuge, die mit den Lichtsignalanlagen kommunizieren koennen, zusaetzliche Detektoren dar, andererseits besteht aber auch die Moeglichkeit, diese Fahrzeuge gezielt zu beeinflussen. Die bisherigen Ansaetze zur Steuerung von Lichtsignalanlagen unter Zuhilfenahme von Floating Car Data nutzen eine dezentrale Steuerung an einzelnen Knotenpunkten. Solche Ansaetze koennen allerdings keine Koordinierung zwischen benachbarten Knotenpunkten garantieren und stehen damit im Konflikt mit der in Deutschland gaengigen Planungsphilosophie, die eine Koordinierung auf taktischer Ebene, also mit einem Zeithorizont von mehreren Minuten, in Form von Rahmenplaenen vorsieht. In der Arbeit wird daher ein Verfahren zur Optimierung der Koordinierung von Lichtsignalanlagen unter Nutzung der C2X-Kommunikation erarbeitet. Das Verfahren besteht dabei aus zwei Komponenten, einer Netzsteuerung zur Optimierung der Koordinierung und einem infrastrukturseitigen Pulkmanagement. Da die Optimierung in der Arbeit (im Gegensatz zu heutigen in der Praxis angewendeten Verfahren) direkt auf Grundlage der Emissionen geschieht, wird anstelle eines makroskopischen Verkehrsflussmodells ein mikroskopisches verwendet. Wie in frueheren Forschungsprojekten festgestellt wurde, haben Freigabezeitanpassungen lokaler verkehrsabhaengiger Steuerungen meist, wenn ueberhaupt, nur eine geringe Wirkung in Bezug auf Reisezeiten und Anzahl der Halte. Dies gilt besonders dann, wenn bereits eine Koordinierung der Anlagen vorhanden ist. Im entwickelten Verfahren wird die Freigabezeit der von der zentralen Netzsteuerung vorgegebenen Rahmenplaene daher nicht durch eine lokale Steuerung angepasst, sondern direkt umgesetzt. Eine Schaltzeitprognose, die fuer die genaue Information der Fahrer noetig waere, kann somit entfallen. Die empfohlenen Geschwindigkeiten sind so zudem zuverlaessiger. (A)

  • Availability:
  • Corporate Authors:

    Technische Universität München, Lehrstuhl für Verkehrstechnik

    Arcisstr. 21
    München,     D-80333
  • Authors:
    • Lüßmann, J
  • Publication Date: 2016

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01632604
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • ISBN: 978-3-937631-26-4
  • Files: ITRD
  • Created Date: Apr 5 2017 5:19AM