Biodiversitaet und nachhaltige Landnutzung in Grossschutzgebieten

In den vielfach kontroversen Debatten um die Einrichtung oder Erweiterung von Grossschutzgebieten geht es einerseits um Opportunitaetskostenueberlegungen, andererseits um zu erwartende positive regionalwirtschaftliche Effekte. Damit sind Fragen angesprochen, die nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht interessant, sondern auch aus raumwissenschaftlicher Perspektive aktuell sind. Seit der Wiedervereinigung nehmen in Deutschland Anzahl und Flaechengroessen von Grossschutzgebieten kontinuierlich zu. Grossschutzgebiete sind landesrechtlich verankert, umfassen jeweils Areale von in der Regel ueber 10.000 ha und werden von einer eigenstaendigen Institution verwaltet. Sie umfassen mittlerweile etwa ein Drittel des deutschen Festlandterritoriums in drei unterschiedlichen Kategorien: Nationalpark, Naturpark sowie Biosphaerenreservat. Der juengste Nationalpark Deutschlands wurde an Pfingsten 2015 im Hunsrueck offiziell eroeffnet und das juengste Biosphaerenreservat, im Suedschwarzwald gelegen, datiert vom 1. Februar 2016. Bayern ist gerade auf der Suche nach dem "richtigen" Standort fuer den dritten Nationalpark im Freistaat. Grund genug, sich als Arbeitskreis der Akademie fuer Raumforschung und Landesplanung (ARL) mit dem Thema zu beschaeftigen und aus vor allem raumordnerischer Perspektive hierzu eine - naturgemaess lueckenhafte - kritische Sachstandsanalyse vorzulegen. Die Ergebnisse dieser Analyse finden sich in den sieben Beitraegen des Schwerpunkthefts, verfasst von den Autoren des Arbeitskreises "Biodiversitaet und nachhaltige Landnutzung in Grossschutzgebieten". (A)

Language

  • German

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  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 479-80
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Subject/Index Terms

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  • Accession Number: 01632610
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Apr 5 2017 4:16AM