Schadenersatz fuer den Verlust menschlichen Lebens? : Zugleich eine Besprechung des Urteils des Italienischen Kassationshofs, Grosser Senat, vom 22. 7. 2015, Nr 15350

Die italienische Justiz hat sich aktuell mit der alten, insbesondere von oekonomischer Seite erhobenen Forderung nach Monetarisierung des menschlichen Lebens im Schadenersatzrecht auseinandergesetzt. Das italienische Recht gewaehrt im Fall der deliktischen Toetung eines Menschen den nahen Angehoerigen im internationalen Vergleich ausgesprochen grosszuegigen Ersatz eigener immaterieller Schaeden („Angehoerigenschmerzengeld“). Eine vor allem mit moralischen Argumenten und mitunter vehement in der Literatur und zuletzt auch vereinzelt in der hoechstrichterlichen Rechtsprechung vertretene Auffassung hat darueber hinaus die Anerkennung eines eigenen Schadenersatzanspruchs des Getoeteten gefordert. Dieser Ansicht hat der Grosse Zivilsenat des Kassationshofs mit dem besprochenen Urteil eine Absage erteilt.

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  • German

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  • Pagination: 423-428
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  • Created Date: Mar 16 2017 8:40AM