Modelle zur Bewertung der Verkehrssicherheit von Landstraßen

Einflussbereiche (EB) repräsentieren den Wirkungsbereich von Streckenübergängen auf das Sicherheitsniveau der angrenzenden Strecke. Ortschaften oder verkehrsbedeutende Knotenpunkte entsprechen Übergängen. Die Klassifizierung knotenpunktbezogener EB nach Knotenpunktart und Zufahrtregelung berücksichtigt den derzeitigen Erkenntnisstand. Die auf Basis des Verfahrens von Eckstein/Meewes (2002) ermittelten Längen der EB variieren und bleiben auf eine Länge von maximal 300 m beschränkt. Für ausreichende Kollektivgrößen liegen unfalltypenbezogene Teilmodelle je EB vor. Diese ermöglichen die Identifikation von Einflussmerkmalen, welche in Abhängigkeit von der Art des Übergangs vorzufinden sind. Grundlage des Verfahrens bildet die Annahme, dass die anhand der Modelle für Freie Strecken (FS) ermittelten Zuschläge auch auf das Unfallgeschehen des EB Einfluss nehmen. Der Faktor des Einflussbereichs (FEB) entspricht dem Quotienten der berechneten UKR(Index EB) der Modelle EB und FS. Er stellt das Sicherheitsniveau des EB im Verhältnis zur FS dar. Signifikanten Einfluss auf die Verkehrssicherheit der Übergangsart KP-VZ (durch Verkehrszeichen geregelter Knotenpunkt) besitzt die Knotenpunktgrundform bezüglich der Lage der Zufahrten. Es liegt keine Korrelation mit den die Zufahrtregelung beschreibenden Merkmalen vor. Es gilt die Vermutung, dass weniger die Zufahrtregelung als solche Wirkungen auf den Sicherheitsgrad besitzen, sondern vielmehr die Auswirkungen des Knotens auf den Verkehrsablauf beziehungsweise das Geschwindigkeitsniveau des Fahrzeugkollektivs. (A)

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01631204
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Mar 8 2017 3:16AM