Der deutsche Fuehrerschein im Ausland

Es wird ein Ueberblick ueber die gaengigsten fuehrerscheinrechtlichen Fragen im Ausland sowie die Grundsaetze des Fuehrerscheinrechts gegeben. Insbesondere betrifft dies Deutsche bei der Anmietung von Kraftfahrzeugen (Kfz) innerhalb der EU, aber auch in Drittstaaten. Angesprochen wird auch die Anmietung von Campingmobilen oder anderen mehr als 3,5 t schweren Kraftfahrzeugen. Es wird zusammengefasst, dass im EU-Ausland die Anmietung eines Kfz in der Regel keine Probleme bereitet, da die Mitgliedstaaten gegenseitig ihre Fuehrerscheine anerkennen. Auch Zusatzdokumente sind nicht erforderlich. Bei Fahrten in Drittstaaten ist von Belang, ob das Reiseland sowie Deutschland zu den Unterzeichnerstaaten des Wiener Uebereinkommens von 1968 beziehungsweise des Pariser Abkommens von 1926 gehoert. Regulaer ist hier eine Uebersetzung oder ein Internationaler Fuehrerschein als Zusatzdokument zur deutschen Fahrerlaubnis gefordert. Bei Fahrten in Drittstaaten, die kein Abkommen oder das Genfer Abkommen von 1949 unterzeichnet haben (USA, Kanada, Neuseeland, Australien) besteht in einzelnen Staaten keine Moeglichkeit fuer den deutschen Fuehrerscheininhaber, ein Kfz zu fuehren. Bestenfalls wird der deutsche Fuehrerschein geduldet. Neuseeland stellt einen Sonderfall dar: es wird fuehrerscheinrechtlich auf die Vergleichbarkeit der Fahrzeugklassen abgestellt. Bei der Anmietung, insbesondere von schweren Wohnmobilen, kommt es zu einer Erweiterung der Fahrerlaubnisklasse B.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 752-5
  • Serial:
    • Deutsches Autorecht
    • Volume: 86
    • Issue Number: Extra
    • Publisher: ADAC Verlag GmbH
    • ISSN: 0012-1231

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01628631
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Feb 28 2017 9:26AM