Haltestellen als Warteraeume

Haltestellen sind nicht nur Orte des Ein- und Aussteigens, sondern auch - unvermeidbar - Orte des Wartens. Diese Wartephase ist ein Grund, in die Gestaltung von Haltestellen zu investieren, damit Reisende mit ihnen positive Erfahrungen verbinden und erkennen, dass dem Verkehrsunternehmen am Wohl der Fahrgaeste gelegen ist. Empfehlungen zur Gestaltung von Haltestellen lassen sich aus der umweltpsychologischen Forschung, aus der Handlungstheorie sowie den Konzepten des "Third Place", der wahrgenommenden Verhaltenskontrolle und des Hawthorne Effekts ableiten. Das Konzept der "Third Places" bezeichnet Orte jenseits des Wohnens (First Places) und des Arbeitens (Second Places). Sie sind Orte im oeffentlichen Raum, die gerne und wiederholt aufgesucht werden, wenn sie funktional, komfortabel und aesthetisch ansprechend, also attraktiv sind. Wartephasen erzeugen darueber hinaus Kontrollbeduerfnisse. Anregendes Infotainment sowie Fahrgastinformation kann helfen, diese Beduerfnisse zu befriedigen. Von wesentlicher Bedeutung fuer die Akzeptanz einer Haltestelle ist die wahrgenommene oeffentliche Sicherheit, die nicht selten vom Umfeld abhaengig ist. Haltestellen sollten ausserdem moeglichst von lautem und dichtem Autoverkehr abgeschirmt werden, beispielsweise durch eine inverse Aufstellung.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 11-6
  • Serial:
    • Verkehrszeichen
    • Volume: 32
    • Issue Number: 4
    • Publisher: VZ Dr. Kalwitzki
    • ISSN: 0179-535X

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01628634
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Feb 28 2017 2:51AM