Straßenbetriebsdienst auf minderbreiten Querschnitten

Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit (Stichwort: Verkehrssicherungspflicht) kommt dem Straßenunterhaltungs- und Betriebsdienst eine immer stärkere Bedeutung zu. Die Einrichtung der notwendigen Arbeitsstellen kürzerer Dauer zur Durchführung von Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen für den Betriebsdienst führt häufig zu Zielkonflikten zwischen einer wirtschaftlichen Leistungserbringung und möglichst geringen Beeinträchtigungen des fließenden Verkehrs. Leistungen, welche beim Straßenbetriebsdienst zu Breitenproblemen führen, können in diese drei Gruppen unterteilt werden: Leistungen unmittelbar auf der Fahrbahn, Leistungen ohne direkten Einfluss auf den Verkehrsraum sowie Leistungen, die während der Durchführung in den Verkehrsraum eingreifen. Hieraus ergeben sich spezifische Anforderungen an die Verkehrssicherheit und den Arbeitsschutz. Zu beachten sind die erforderlichen Fahrzeuge und Maschinen sowie die erforderlichen Räume zur Verkehrsabwicklung. Die relevanten Leistungen des Maßnahmenkatalogs MK6 wurden nach unterschiedlichen Kriterien bewertet und in drei Cluster sortiert. Schließlich wurden die möglichen Abhilfemaßnahmen nach verkehrlichen, betrieblichen sowie sicherheitsrelevanten Aspekten bewertet und erweitert. Auf dieser Basis konnten drei Abwägungsbäume entwickelt werden. In den Abwägungsbäumen finden sich Maßnahmen zur Breitenreduzierung der Arbeitsverfahren, Maßnahmen zur Breitenreduzierung des Verkehrsraums sowie Maßnahmen mit Auswirkungen auf die Grundmaße nach Richtlinien für die Sicherung an Arbeitsstellen an Straßen (RSA) beziehungsweise dem Entwurf der ASR A5.2 (Arbeitsstättenregeln). Die entwickelten Abwägungsbäume sollen dem zuständigen Verantwortlichen vor Ort als Entscheidungs- und Dokumentationshilfe bei der Festlegung der Art und Weise der Durchführung von Leistungen des Straßenbetriebsdienstes auf Straßen mit minderbreiten Querschnitten dienen.