Die Blutentnahme im Verkehrsstrafrecht

Die Empfehlung des Arbeitskreises III auf dem 47. Verkehrsgerichtstag 2009 beansprucht nach Ansicht des Verfassers weiterhin Gueltigkeit. Die Blutalkoholanalyse sei der Atemalkoholanalyse deutlich ueberlegen und koenne deshalb bei der strafrechtlichen Ahndung von Alkoholfahrten nicht ersetzt werden. Zwar kaeme es im Fall der Ersetzung der Blutalkoholanalyse durch die Atemalkoholanalyse auch im strafrechtlichen Bereich moeglicherweise zu einer Einsparung von personellen und finanziellen Ressourcen. Das Ziel von Einsparungen bei der Verfolgung kriminellen Unrechts waere jedoch als unverhaeltnismaessig anzusehen, weil hierunter die Rechtssicherheit leiden wuerde. Ein gangbarer Weg waere demgegenueber, die Blutalkoholanalyse zukuenftig mittels der Gewinnung von Blut durch eine Fingerspritze durchzufuehren. Neue wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Blutalkoholbestimmung auch mit sehr viel weniger Blut durch die sogenannte NMR-Technik moeglich ist. Der Eingriff in die koerperliche Unversehrtheit des Betroffenen waere in diesem Fall deutlich geringer. (A) Mit der Thematik befasst sich aktuell auch der Arbeitskreis I des 54. Deutschen Verkehrsgerichtstags 2016.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 1-4
  • Serial:
    • Strassenverkehrsrecht
    • Volume: 16
    • Issue Number: 1
    • Publisher: Nomos Verlagsgesellschaft mbH
    • ISSN: 1613-1096

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01607606
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 5 2016 7:18AM