Verfahren zur Schaetzung des Reibwertpotenzials

Das Reibwertpotenzial zwischen Reifen und Fahrbahn ist fuer die sichere Fahrzeugfuehrung eine wichtige Kenngroesse. Waehrend die Einschaetzung des Reibwerts heutzutage zumeist vom Fahrer uebernommen wird, der seine Fahrweise daraufhin entsprechend anpasst, wird es fuer zukuenftige, hochautomatisierte Fahrzeuge notwendig sein, eigenstaendig Informationen ueber das Reibwertpotenzial zu erlangen. Das Reibwertpotenzial wird von vielen Faktoren wie dem Reifenzustand, der Reifenart, dem Strassenzustand oder der Zwischenschicht, also der Unterscheidung, ob die Strassenoberflaeche zum Beispiel trocken, feucht oder nass ist, beeinflusst. Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Technischen Universitaet Berlin konnte ein ursachenbasiertes Schaetzverfahren fuer den maximalen Reibwert entwickelt werden, welches allein auf Informationen zurueckgreift, die ohne zusaetzliche Fahrzeugsensorik verfuegbar sind. Das sind einerseits Informationen, die im Fahrzeug selbst vorhanden sind, wie zum Beispiel Aussentemperatur, Fahrzeuggeschwindigkeit oder Regenintensitaet. Zum anderen werden Informationen verwendet, welche die umgebende Infrastruktur zur Verfuegung stellt. Hierzu zaehlen Wetterinformationen von Wettermessstationen oder auch Strassenzustandsbeschreibungen von Glaettemeldeanlagen. Ueber die Fusion dieser Informationen wird im Rahmen des entwickelten Schaetzverfahrens der Bereich des maximalen Reibwerts abgeschaetzt.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01607862
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jul 18 2016 9:18AM