Frostpüfung an Asphalt - Entwicklung eines Performance-Prüfverfahrens an Asphalt zur Beurteilung des Widerstandes gegen Frost-Tausalz-Beanspruchung von Gesteinskörnungen

Die sich in der Praxis einstellenden Veränderungen der Fahrbahnoberfläche durch die Einwirkung von Frost-Tauwechseln in Verbindung mit Taumitteln können derzeit aufgrund eines fehlenden Prüfverfahrens im Labor nicht nachgestellt werden. Mit den Erkenntnissen aus den Untersuchungen wurde der Entwurf einer "Arbeitsanleitung zum CDF-Asphalt-Verfahren" erarbeitet, auf den bei weiteren Versuchen zurückgegriffen werden kann. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Frostempfindlichkeit der untersuchten Asphaltproben – ausgedrückt mit der Oberflächenabwitterung – im Wesentlichen von den im Asphalt eingesetzten Gesteinskörnungen abhängt und nicht von den Randbedingungen beim Versuch beziehungsweise der Vorbehandlung der Proben. Mit dem CDF-Asphalt-Verfahren sollte ein Bewertungshintergrund aufgebaut werden, in den auch die Frost-Tausalzwerte der Gesteinskörnungen mit einfließen müssen. Nur so wird es möglich sein, genauere Differenzierungen zwischen einzelnen Gesteinskörnungen anstellen zu können. Nach derzeitigem Stand bestätigen die Ergebnisse die geltenden Anforderungen an die Gesteinskörnungen; Gesteinskörnungen mit anforderungsgerechten Eigenschaften im Frost-Tausalzversuch führen auch im Asphaltversuch zu geringen Oberflächenabwitterungen. Für das CDF-Asphalt-Verfahren kann ein Orientierungswert von 200 g/m2 angesetzt werden. Die Präzisionsdaten sind zu ermitteln. Das CDF-Asphalt-Verfahren kann auch zur Bewertung bereits beanspruchter Verkehrsflächen herangezogen werden. Welchen Einfluss die Versuche auf die Performance-Eigenschaften des Asphalts haben, kann nicht abgeschätzt werden.