Die Bundesregierung konkretisiert ihre Strategie fuer die Modernisierung defizitaerer Bundesfernstrassenbruecken. Nahezu 2.200 grosse Spannbetonbruecken wurden fuer vordringliche konstruktive Untersuchungen bestimmt

Nach Jahrzehnten des Mahnens von Fachleuten hat die deutsche Bundesregierung die Instandsetzung und Ertuechtigung von Bruecken im Fernstrassennetz als vordringliche Aufgabe zur Gewaehrleistung einer funktionierenden Infrastruktur begriffen. Dargestellt wird die Strategie zur Modernisierung der schadhaften Bruecken im Bundesfernstrassennetz. Der schlechte Zustand vieler Strassenbruecken beruht in erster Linie auf der eklatanten Zunahme des Schwerverkehrs, fuer den die Bruecken bei ihrem Bau nicht ausgelegt waren, hinzu kommt die Alterung und Verschleissschaeden. Betroffen davon sind in erster Linie die Grossbruecken aus Spannbeton, Stahl und Stahlverbund mit einer Laenge von mehr als 100 Metern. Zudem weisen viele Bruecken aus den 1960er bis 1980er Jahren typische bauzeitbedingte Defizite auf. Bei den Spannbetonbruecken sind es die Schaeden an den Koppelfugen und bei Stahl- und Verbundbruecken die verminderte Beulsicherheit. Neben den dringend erforderlichen Erhaltungsmassnahmen des Brueckenbestands wird es zunehmend wichtiger, Bruecken zu verstaerken beziehungsweise teilweise oder ganz zu erneuern. Das Bundesministerium fuer Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) hat daher 2013 gemeinsam mit der Bundesanstalt fuer Strassenwesen (BASt) und den Strassenbauverwaltungen der Laender die „Strategie zur Ertuechtigung der Strassenbruecken im Bestand der Bundesfernstrassen“ entwickelt. Ziel ist die Wiederherstellung oder Erhoehung der Tragfaehigkeit mit Blick auf die aktuellen und zukuenftigen Belastungen. Die grosse Anzahl der betroffenen Bruecken erfordert eine zeitliche Reihung der Massnahmen. Grundlage aller durchzufuehrender Massnahmen ist eine bundesweite objektbezogene Nachrechnung bestehender Bruecken. Es schliesst sich eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung fuer das jeweilige Objekt an, aus der die vorzunehmenden baulichen Massnahmen hervorgehen. Danach sind die Massnahmen zu planen, zu finanzieren und durchzufuehren. Es liegt in der Verantwortung der zustaendigen Strassenbauverwaltungen, die Reihenfolge der Bauwerke festzulegen, an denen Massnahmen vorgenommen werden sollen. Der Bund stellt fuer die Laender die notwendigen Haushaltsmittel zur Realisierung der Baumassnahmen bereit. Im Zeitraum zwischen 2015 und 2018 stehen dazu insgesamt rund zwei Milliarden Euro zur Verfuegung.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 34-40
  • Serial:
    • Pruefingenieur
    • Issue Number: 48
    • Publisher: Berufsvereinigung der Pruefingenieure fuer Bautechnik e.V.
    • ISSN: 1430-0984

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01607422
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 23 2016 7:05AM